Eredivisie Wetten in der Schweiz: was die Quote über die Bewilligung verrät

Updated Oktober 2026
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Stand: 20 Oktober 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Wettbewerbe und die Spielregeln Sporttip, Version 4.2.

Ein Fussballplatz neben einem Kanal in flachem Land mit Windrädern am Horizont, Abendlicht liegt über dem Rasen
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, läuft zuerst in eine sehr kurze Liste. Nur zwei Veranstalterinnen haben dafür eine Bewilligung, und sie decken das Land nach Sprachregionen auf. Wer das ignoriert, zahlt am Ende nicht nur eine schlechtere Quote, sondern verzichtet auch auf jeden Schweizer Schutz. Es geht um die Frage, wer in der Schweiz überhaupt auf die niederländische Profiliga wetten darf, wie die Quote entsteht, was die Marge darüber verrät und wo die Stolpersteine liegen – vom Mindesteinsatz bis zur Spielsperre.

Die zehn Anbieter im Überblick

Das Ranking folgt einer einzigen Frage: Wer darf in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten – und wer nicht? Diese Frage steht vor jeder Quoten- oder Bonusdiskussion, weil sie über die rechtliche Einordnung jeder Wette entscheidet.

Ein Fussball liegt auf einer Wiese neben einem Fahrrad, im Hintergrund ein Kanal im Morgenlicht
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).
Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin / berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip ja (Veranstalter- und Spielbewilligung) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport ja (Veranstalter- und Spielbewilligung) Loterie Romande, Lausanne
Betovo nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
Unibet nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
BetAlright nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
Rabona nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
WirWetten nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
Wettigo nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
AmunRa nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz
20Bet nein Lizenz nicht etabliert; ohne Kraft in der Schweiz

Diese Tabelle ist die ehrliche Ausgangslage. Acht von zehn Marken in diesem Vergleich haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat hier keine Kraft. Wer dort spielt, ist nach Bundesrecht nicht strafbar, aber auch nicht geschützt: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursstelle, und Gewinne fallen je nach Kanton anders ins Steuerrecht.

Was die Eredivisie eigentlich ist

Die Eredivisie ist die oberste Spielklasse im niederländischen Fussball, gegründet 1956 und organisiert vom KNVB. Achtzehn Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage pro Saison.

Seit 2019/20 steigt der Siebzehnte direkt ab, der Sechzehnte spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen letzten Platz. Die Plätze fünf bis acht duellieren sich in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz – seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League.

In der Saison 2025/26 lief die Liga vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen). Der Titel stand bereits am 29. Spieltag fest – so früh wie nie zuvor in der Ligageschichte. Aus der Liga stiegen Heracles Almelo (19 Punkte) und NAC Breda (29 Punkte) ab. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren.

Rekordspieler bleibt Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Diese Zahlen stehen hier, weil ein Wettender, der die Liga versteht, Märkte besser einordnet – Über/Unter auf Tore eines Teams mit einem 25-Tore-Stürmer liest sich anders als ohne diesen Kontext.

Wettbewerbe, die für Wetten in Frage kommen

Der Spielplan liefert drei klar unterscheidbare Wettphasen, und jede hat ihren eigenen Rhythmus:

Wer auf einen niederländischen Verein in einer europäischen Gruppe wettet, wechselt automatisch die Wettbewerbskategorie – und damit die Frage, welche Gespa-Position der Wettanbieter dazu veröffentlicht hat.

Die Rechtslage in der Schweiz

Seit dem 1. Januar 2019 regelt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) die Sportwetten als Grossspiel. Zuständig ist die Gespa – die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Sie ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese im Sonnenuntergang, am Wegrand steht ein Holzzaun
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt:

Die Aufteilung ist hart. Ein Spielender mit Wohnsitz im Kanton Bern kann bei Swisslos ein Konto eröffnen, bei Loterie Romande nicht. Ein Genfer kann nur bei Loterie Romande spielen. Die Interkantonale Vereinbarung von 2019 («giltig durch die IKV 2020») ist die rechtliche Grundlage dieser Aufteilung.

Wer in der Schweiz wettet, wettet also gegen einen von zwei Anbietern – oder gegen einen Anbieter ohne Bewilligung.

Schutz für Spielende

Schutzregeln stehen im BGS und sind nicht verhandelbar:

Was hier nicht existiert, ist eine staatliche fixe Einzahlungsgrenze. Die Schweiz hat keine «CHF 1’000 pro Woche»-Regel wie manche Nachbarländer. Die Limits werden vom Spielenden gesetzt, der Veranstalter muss sie anbieten und durchsetzen.

Werbung, Boni und Strafen

Werbung für Geldspiele darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS).

Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbedingungen stehen in den Regeln jedes Anbieters – nicht im Gesetz selbst.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS).

Der Spielende wird nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Schutz, keine Verbindung zum Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Einträge auf der Liste, ersetzt innert Stunden («Domain-Hopping»).

Wer also bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wettet, spielt ohne jedes Sicherheitsnetz.

Verantwortungsvolles Spielen in der Schweiz

Die Regeln zum Schutz der Spielenden stehen im BGS und werden vom Anbieter, nicht vom Staat, durchgesetzt. Was hier passiert und was nicht:

Was nicht existiert: eine staatlich verordnete Einzahlungsgrenze, ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten, eine Sperrung von Zahlungen an ausländische Anbieter durch Banken oder Kartenherausgeber.

Das alles gilt nur für die beiden lizenzierten Veranstalterinnen. Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine dieser Schutzmechanismen – weder die freiwillige Pause noch den Eintrag ins Sperrregister.

Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr im Rahmen bleibt, sollte den Weg zur Fachstelle nicht scheuen. Die Anbieter selbst verweisen auf entsprechende Stellen, die Gespa führt eine Liste.

Sporttip: das Angebot im Detail

Swisslos betreibt das Sportwettenangebot unter dem Namen Sporttip. Die Plattform steht Spielenden ab 18 Jahren offen, mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet. Eine Spielsperre darf nicht bestehen, jede Person darf nur ein Konto führen. Die Identität wird per Ausweis verifiziert, die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft.

Das Angebot umfasst Quotenboosts und Profitboosts – beide nur online, beide pro Wettenden nur einmal nutzbar. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Quotenboosts gelten nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Einsatz und Erhöhung sind limitiert.

Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt nach Anzahl der Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Erhöhung limitiert.

Limits bei Sporttip

Die Einsatzlimits sind klar definiert:

Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Reguläre Spielzeit

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – beim Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Für eine Wette auf «nächste Halbzeit», «nächstes Tor» oder «nächste Ecke» in der Schlussphase zählt nur die reguläre Spielzeit inklusive Nachspielzeit – Verlängerung wird separat gewettet, wenn sie im Programm angeboten wird.

Live-Wetten bei Sporttip

Bei Live-Wetten wird die Wette unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Das bedeutet praktisch: Wer nach dem Pfiff noch schnell auf das nächste Tor klickt, wettet gegen sich selbst.

Cash-Out bei Sporttip

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Nur bei Online-Wetten, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Bet Builder bei Sporttip

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden.

Gewinnberechnung

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wer mit einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 50 setzt, bekommt im Gewinnfall CHF 105.00 ausbezahlt, der Nettogewinn beträgt CHF 55.00. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu den Quoten 2.10, 1.80 und 1.95 ergibt sich eine Gesamtquote von 7.37, der Gewinn bei CHF 50 Einsatz ist CHF 368.50.

Jouez Sport: das Angebot der Romandie

Loterie Romande führt das Sportwettenangebot unter dem Namen Jouez Sport. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne, die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende.

Ein Online-Konto bei Loterie Romande können nur Personen mit Wohnsitz in einem dieser sechs Kantone eröffnen. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann bei Loterie Romande kein Online-Konto führen – auch nicht mit Schweizer Identität.

Das Angebot ist in der Struktur vergleichbar mit Sporttip: Einzelwetten, Kombinationswetten, Live-Wetten, Cash-Out. Die genauen Limits und Bedingungen stehen in den Spielregeln von Loterie Romande.

Was eine Quote über den Markt verrät

Die Quote eines Marktes ist nie nur eine Vorhersage der Wahrscheinlichkeit. Sie enthält immer auch die Marge des Anbieters. Wer das versteht, versteht den Markt.

Wie die Marge entsteht

Bei einem 1X2-Markt auf ein Fussballspiel – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – bietet der Anbieter Quoten für alle drei Ausgänge an. Addiert man die Kehrwerte der drei Quoten, erhält man die Auszahlungsquote. Der Rest auf 100 % ist die Marge.

Ein Beispiel: Anbieter X bietet Quoten von 2.10 (Heimsieg), 3.40 (Unentschieden) und 3.60 (Auswärtssieg) auf ein Spiel an. Die Kehrwerte sind 0.4762, 0.2941 und 0.2778. Die Summe ist 1.0481. Die Auszahlungsquote beträgt 1 ÷ 1.0481 = 95.41 %, die Marge ist 100 % − 95.41 % = 4.59 %.

Das heisst: Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Anbieter im Schnitt etwa 4.50 Rappen. Der Rest wird als Gewinn ausbezahlt.

Warum Margen sich unterscheiden

Die Marge ist ein Indikator dafür, wie «scharf» ein Anbieter kalkuliert. Kleinere Margen bedeuten mehr Auszahlung an die Wettenden, aber auch weniger Puffer für den Anbieter bei unerwarteten Ergebnissen. Grössere Margen bedeuten weniger Auszahlung, aber mehr Sicherheit für den Anbieter.

Die Margen unterscheiden sich zwischen Anbietern, aber auch zwischen Märkten. Der 1X2-Markt auf Fussballspiele hat typischerweise eine Marge zwischen 3 % und 8 %, je nach Anbieter und Spiel. Andere Märkte – Handicap, Über/Unter, Ergebnis exakt – haben oft höhere Margen, weil die Wahrscheinlichkeitsschätzung komplexer ist.

Für eine Eredivisie-Wette gilt: Wer konsequent die niedrigste Marge sucht, bekommt langfristig mehr zurück. Aber die niedrigste Marge ist nicht bei jedem Anbieter und nicht auf jedem Markt verfügbar.

Warum das bei einem Duell nicht so einfach ist

Bei einem ausgeglichenen Spiel – etwa einem Spitzenspiel zwischen PSV und Feyenoord – sind die Quoten für Heimsieg und Auswärtssieg ähnlich. Die Kehrwerte addieren sich zu einem höheren Wert, die Marge ist entsprechend grösser. Bei einem klaren Favoriten – etwa Ajax gegen Heracles – ist die Heimsiegquote tief, die Auswärtssiegquote hoch, die Marge tendenziell kleiner.

Das ist kein Zufall. Anbieter kalkulieren bei Duellen auf Augenhöhe vorsichtiger, weil das Risiko eines unerwarteten Ergebnisses grösser ist.

Die Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die acht Anbieter in der unteren Hälfte der Tabelle haben keine Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in diesem Vergleich auf, weil Schweizer Spielende sie im Internet finden, ihre Werbung sehen und sich fragen, was sie davon halten sollen. Die Antwort ist klar: Sie sind in der Schweiz nicht zugelassen, und eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft.

Die folgenden Marken sind Beispiele für Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung operieren: Betovo, Unibet, BetAlright, Rabona, WirWetten, Wettigo, AmunRa und 20Bet. Keine dieser Marken hat eine Veranstalter- oder Spielbewilligung der Gespa.

Was das für Schweizer Spielende bedeutet

Wer bei einem dieser Anbieter wettet, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Rekursstelle. Die Gespa kann die Domain des Anbieters auf die Sperrliste setzen – Schweizer Telekom-Anbieter blockieren den Zugang dann per DNS. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, der erste Eintrag datiert vom 3. September 2019.

Die Konsequenzen für den Spielenden:

Wer auf einer dieser Plattformen spielt, sollte sich bewusst sein, dass er auf eigenes Risiko spielt – ohne Sicherheitsnetz.

Wie Anbieter auf der Sperrliste landen

Die Gespa aktualisiert die Sperrliste laufend. Wird eine Domain blockiert, taucht der Anbieter oft innert Stunden unter einer neuen Domain auf – das nennt die Gespa «Domain-Hopping». Die Aufsicht versucht, mit dieser Dynamik Schritt zu halten, aber es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Wer auf einer gesperrten Domain spielen will, braucht technische Umgehungslösungen – und akzeptiert damit ein zusätzliches Risiko.

Eredivisie-Quoten lesen: ein praktisches Beispiel

Angenommen, ein Spiel zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam steht an. Ein Anbieter bietet folgende Quoten:

Mit einem Einsatz von CHF 50 auf Ajax gewinnt der Spielende im Erfolgsfall CHF 105.00 brutto, also CHF 55.00 netto. Die Marge auf diesem 1X2-Markt liegt, wie oben berechnet, bei rund 4.59 %. Das ist eine Marge im unteren Drittel dessen, was auf Fussballmärkten üblich ist – ein Anzeichen, dass der Anbieter auf dieses Spiel «scharf» kalkuliert.

Was die Quote NICHT sagt:

Was die Marge für den Spielenden bedeutet

Über viele Wetten hinweg entscheidet die Marge darüber, wie viel der Spielende im Schnitt zurückbekommt. Bei einer Marge von 4.59 % bekommt der Spielende im Schnitt 95.41 % seiner Einsätze zurück – langfristig, bei gleichen Einsätzen auf alle drei Ausgänge.

Bei einer Marge von 8 % wären es nur 92 %. Das klingt nach wenig Unterschied – aber über hundert Wetten gerechnet, sind das mehrere Prozentpunkte Verlust allein durch die Marge.

Deshalb lohnt es sich, die Marge zu bewahren – Quoten auf verschiedenen Plattformen zu prüfen, bevor man setzt.

Warum Quoten sich zwischen Anbietern unterscheiden

Verschiedene Anbieter haben verschiedene Modelle, um Wahrscheinlichkeiten zu schätzen. Ein Anbieter gewichtet Heimvorteil stärker, ein anderer die Form der letzten Spiele, ein dritter die Tabellenposition. Diese Modelle führen zu verschiedenen Quoten.

Hinzu kommt das Wettvolumen: Auf einem Spiel mit hohem Wettvolumen – etwa einem Titelentscheid – korrigieren die Anbieter ihre Quoten häufiger, weil mehr Informationen in den Markt fliessen. Auf einem Spiel mit niedrigem Volumen – etwa einem Mittelfeld-Duell am späten Sonntag – sind die Quoten tendenziell «statischer».

Für den Spielenden heisst das: Wer die Quoten vergleicht, findet eher Diskrepanzen, wenn er Spiele ausserhalb der Top-Märkte wettet.

Auszahlung und Zahlungswege

Bei den lizenzierten Schweizer Anbietern ist die Auszahlung klar geregelt: Gewinne und Guthaben werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers überwiesen (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es hier nicht.

Swisslos zahlt auf das Bankkonto oder die PostFinance-Karte aus, das im Profil hinterlegt ist. Loterie Romande zahlt auf das Schweizer Bankkonto aus. Die Bearbeitungszeit hängt von der Bank ab, nicht vom Anbieter.

Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind die Zahlungswege oft vielfältiger – Kreditkarte, E-Wallets, manchmal Kryptowährungen. Aber wer dort auszahlt, weiss nie, ob die Auszahlung tatsächlich kommt. Die Gespa hat keine Handhabe.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Bund hat den Freibetrag ab 2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt (2025: CHF 1’070’400). Die Kantone haben eigene Freibeträge, die davon abweichen können – die genaue Höhe ist je nach Kanton zu prüfen.

Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Die kann der Spielende durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholen.

Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Aber die kantonale Praxis ist unterschiedlich: Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen. Andere Kantone sind grosszügiger.

Für die meisten Wettenden gilt: Die Gewinne liegen unter dem Freibetrag, es fällt keine Einkommensteuer an. Das gilt unabhängig davon, bei welchem Anbieter gespielt wird – aber nur die lizenzierten Anbieter garantieren, dass die Gewinne tatsächlich ausbezahlt werden.

Saison-Kalender Eredivisie: was wann passiert

Die Eredivisie folgt einem festen Rhythmus. Wer auf die Liga wettet, sollte die Phasen kennen:

Die Quoten verhalten sich in jeder Phase anders. In der Hinrunde sind die Quoten auf Top-Vereine oft tiefer, weil die Vorsaison-Erwartungen noch nachwirken. In der Rückrunde gleichen sich die Quoten an die aktuelle Tabelle an. In den Play-offs sind die Quoten enger, weil die Spiele ausgeglichener sind.

Was ein Wettender in der Schweiz mitnehmen sollte

Drei Erkenntnisse aus diesem Vergleich, die über die einzelne Quote hinausgehen:

  1. Die Bewilligung ist die erste Information. Wer in der Schweiz spielt, sollte nur bei den beiden lizenzierten Anbietern spielen. Alles andere ist Risko ohne Sicherheitsnetz.

  2. Die Marge ist das zweite. Wer konsequent die tiefste Marge sucht, bekommt langfristig mehr zurück. Aber die Marge zu finden, erfordert Quotenvergleich.

  3. Die Schutzregeln gelten nur bei den Lizenzierten. Verlustlimiten, Spielsperren, Sperrregister, Auszahlung auf das eigene Konto – das alles gibt es nur bei Swisslos und Loterie Romande.

Wer das ignoriert, wettet nicht gegen den Anbieter, sondern gegen sich selbst.

Häufig gestellte Fragen

Darf man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, aber nur bei zwei Veranstalterinnen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Beide haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung der Gespa. Alle anderen Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung.

Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Die Eredivisie ist Teil des bewilligten Wettprogramms, sonst könnten Swisslos und Loterie Romande keine Wetten auf die niederländische Profiliga anbieten. Die Liste ist abschliessend – was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports sind nicht enthalten.

Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 50 und Quote 2.10 beträgt der Bruttogewinn CHF 105, der Nettogewinn CHF 55. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei Swisslos wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.

Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter pro Markt einbehält. Bei einem 1X2-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich rechnerisch eine Marge von rund 4.59 %. Anbieter unterscheiden sich, weil sie verschiedene Modelle zur Quotenberechnung nutzen und verschiedene Risikobereitschaft haben. Top-Spiele werden tendenziell schärfer kalkuliert als Aussenseiter-Duelle.

Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?

Die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf das «nächste Tor» in der Nachspielzeit zählt noch zur regulären Spielzeit.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?

Vor der ersten Wette setzt der Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Bei Swisslos liegt die Obergrenze für über 21-Jährige bei CHF 9’999. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Eine Spielsperre kann für 1 bis 180 Tage selbst auferlegt werden, eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.

Was darf gewettet werden?

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Nur was dort steht, darf angeboten werden. Die Liste vom 10. September 2026 zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso.

Live-Wetten sind grundsätzlich erlaubt, vor und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion jedes Anbieters – bei Swisslos etwa nur für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, nur online, nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilbetrag, und ohne Garantie für jeden Markt.

Erstellt vom Redaktionsteam „Wettappschweiz”.

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