Beachvolleyball Wetten in der Schweiz: Regeln, Anbieter und was eine Wette wirklich kostet
Beachvolleyball lockt mit Sonne, Sand und kurzen Sätzen. In der Schweiz sieht die Realität nüchterner aus: Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, und nicht jede Wettart steht auf der Liste. Wer auf Beachvolleyball wetten will, zahlt den Einsatz nach anderen Regeln als auf dem Fussballplatz, und der Buchmacher behält sich davon einen Anteil, den jede Quote enthält. Hier erfahren Sie, was Beachvolleyball in der Schweiz kostet, welche Anbieter bewilligt sind und worauf es beim Wetten ankommt.

Datenstand: 20 Oktober 2026. Lizenzstatus geprüft gegen die Gespa (Eidg. Geldspielaufsicht) sowie die Spielregeln der beiden Veranstalter.
Inhaltsverzeichnis
- Satz, Punkt und Spiel: Was Beachvolleyball von anderen Wettsportarten unterscheidet
- Wer in der Schweiz Beachvolleyball-Wetten anbieten darf – und wer nicht
- Wie eine Wette zu rechnen ist: Quote, Einsatz, Rückzahlung
- Wie Swisslos Beachvolleyball-Wetten konkret macht
- Verlustlimit, Spielsperre und Schutzmechanismen bei Swisslos
- Wie Loterie Romande Beachvolleyball-Wetten handhabt
- Steuern auf Wettgewinnen in der Schweiz
- Was eine Online-Wette bei Swisslos kostet – Schritt für Schritt
- Anbieter im Vergleich: Wer hat eine Bewilligung in der Schweiz?
- Die zehn Anbieter im Profil
- Wer profitiert von welchem Angebot?
- Wie man eine Wette sinnvoll prüft, bevor man sie platziert
- Häufige Fragen zu Beachvolleyball-Wetten in der Schweiz
Satz, Punkt und Spiel: Was Beachvolleyball von anderen Wettsportarten unterscheidet
Ein Satz im Volleyball endet nicht bei einer festen Punktzahl. Eine Mannschaft gewinnt den Satz mit mindestens 25 Punkten und zwei Punkten Vorsprung – bei 24:24 wird so lange weitergespielt, bis eine Seite zwei Punkte vorne liegt, frühestens also beim Stand 26:24. Wer ein Spiel für sich entscheiden will, braucht davon drei Sätze («Best of five»); der fünfte Satz funktioniert als Tiebreak bis 15 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung, nach acht Punkten werden die Seiten gewechselt. Jeder Spielzug bringt seit der Einführung des Rally-Point-Systems 1999 einen Punkt – unabhängig davon, wer aufschlägt.
Wer auf Beachvolleyball wettet, tut das fast immer auf Sätze und Spielausgang, selten auf einzelne Punktstände, weil der Spielrhythmus zu kompakt ist. Beachvolleyball wird im Doppel gespielt, zwei gegen zwei auf einem 16 × 8 Meter grossen Sandfeld mit einem Netz auf 2,43 Metern Höhe bei den Männern und 2,24 Metern bei den Frauen. Die Konstellation ist eng: Wenige Auswechselspieler, keine taktischen Wechsel, der Faktor Wetter und Wind steckt in jedem Ballwechsel.
Welche Wettarten auf Beachvolleyball üblich sind
Wer nach Wettquoten sucht, stösst typischerweise auf vier Hauptmärkte:

- Siegwette: Welches Team gewinnt das Spiel – inklusive Tiebreak, falls einer gespielt wird. Der einfachste Markt, oft mit der niedrigsten Marge.
- Satzwette: Welches Team gewinnt einen bestimmten Satz, zum Beispiel Satz 1. Bei Best-of-three-Spielen im olympischen oder im World-Tour-Feld ist das ein eigenständiger Markt.
- Satzwetten mit Handicap: Das schwächere Team bekommt einen satzweise Vorsprung. Die Quote verschiebt sich, der Markt wird liquider.
- Over/Under Satzpunkte: Wetten auf die Gesamtzahl der Punkte in einem Satz oder im Spiel. Selten bei den Schweizer Veranstaltern.
Was fehlt, sind Eckball- oder Kartenmärkte: Volleyball hat weder Ecken noch Karten, und genau solche Spezialmärkte sind in der Schweiz ohnehin nicht zugelassen. Was im Wettprogramm erscheint, richtet sich nach der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten. Welche Turniere tatsächlich angeboten werden, hängt davon ab, ob die Gespa die jeweilige Veranstaltung und Wettform freigegeben hat – ohne Listeneintrag kein Markt.
Warum Beachvolleyball-Quoten anders schwanken als Fussball-Quoten
Auf Fussball trifft man jede Woche auf über 50 verschiedene Märkte. Auf Beachvolleyball sind es deutlich weniger, und die Quoten reagieren empfindlicher. Das liegt an drei Dingen:
- Kleines Wettvolumen: Je weniger Geld auf einen Markt fliesst, desto stärker zittert die Quote bei jeder neuen Information.
- Tagesform schlägt Statistik: Bei zwei Spielern, die einen Sandplatz teilen, zählt weniger die Weltrangliste als der Aufschlag an diesem Tag. Quoten reagieren schnell auf Aufstellungs- und Wetternews.
- Wenige Live-Tickerdaten: Wer live auf Volleyball wetten will, bekommt weniger Datenpunkte pro Sekunde als beim Fussball. Das bremst die Quote und macht den Live-Markt weniger effizient.
Das hat eine Konsequenz fürs Portemonnaie: Die Marge, die der Buchmacher in jeden Preis einbaut, ist bei Randsportarten tendenziell höher als bei den grossen Märkten. Wie sich das rechnet, steht im Abschnitt zur Marge.

Wer in der Schweiz Beachvolleyball-Wetten anbieten darf – und wer nicht
Die Gespa-Liste und die zwei bewilligten Veranstalter
In der Schweiz regelt das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), wer Sportwetten veranstalten darf. Seit 2019 ist die Aufsicht interkantonal: Die Gespa mit Sitz in Bern beaufsichtigt die Grossspiele – Sportwetten gehören dazu – und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt. Ausländische Lizenzen – Malta, Curaçao, Deutschland – haben in der Schweiz keine rechtliche Kraft.
Die beiden bewilligten Veranstalter sind:
- Swisslos mit dem Produkt Sporttip, zuständig für die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
- Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport, zuständig für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis.
Eine Online-Registrierung bei einem der beiden ist nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Wer im Aargau wohnt, kann sich nur bei Swisslos anmelden, wer im Waadtland wohnt, nur bei Loterie Romande. Wer in keinem dieser Kantone lebt, hat keinen Zugang zum bewilligten Online-Markt.
Warum ausländische Anbieter in der Schweiz keine Option sind
Anbieter wie Rainbet, Rabona, GG.BET, FortuneJack, Betscore, Sportuna, DirectionBet oder Bruce Bet werben auch im deutschsprachigen Raum um Kunden. Für die Schweiz gilt: Sie besitzen hier keine Bewilligung, ihr Angebot ist nicht von der Gespa zugelassen, und ihre Lizenzen aus anderen Jurisdiktionen entfalten gegenüber Schweizer Behörden keine Wirkung. Die Gespa führt eine Sperrliste, auf der Domains ausländischer Anbieter stehen; Schweizer Internetprovider sperren diese Domains per DNS. Wird ein Anbieter gesperrt und taucht unter anderer Domain wieder auf, spricht die Gespa von «Domain-Hopping».
Konsequenzen für Spieler, die sich trotzdem bei einem dieser Anbieter anmelden:
- Kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister: Eine in der Schweiz eingetragene Spielsperre gilt dort nicht; der Anbieter sieht sie nicht.
- Keine Schweizer Beschwerdestelle: Wer mit einem Anbieter streitet, muss sich an dessen Gerichtsstand halten, oft im Ausland.
- Steuerliche Unsicherheit: Gewinne ausländischer Anbieter fallen nach Praxis einzelner Kantone (beispielsweise Thurgau) vollständig unter das steuerbare Einkommen, unabhängig von der Höhe.
Das Strafrecht richtet sich gegen den Anbieter, nicht gegen den Spieler. Die Beschlagnahmung von Gewinnen in Verfahren gegen den Anbieter ist aber nicht ausgeschlossen. Wer mit einem Schweizer Anbieter wettet, zahlt dafür in der Schweiz ein Konto und unter Schweizer Aufsicht – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Was die Gespa an Sportarten und Wettarten zulässt
Was auf dem Wettschein erscheinen darf, richtet sich nach einer geschlossenen Liste. Die Gespa-Liste legt fest, welche Sportarten, welche Wettarten und welche Wettbewerbe angeboten werden dürfen. Beachvolleyball ist dann zugänglich, wenn der betreffende Wettbewerb auf dieser Liste steht. Erscheint ein Turnier, eine Liga oder eine Wettart dort nicht, kann auch Swisslos oder Loterie Romande sie nicht ins Programm nehmen.
Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eSports-Sektion. Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, die an einem Ereignis teilnehmen, dürfen auf dieses nicht wetten. Live-Wetten sind in der Schweiz erlaubt, das BGS schränkt keine bestimmten Live-Märkte ein – die Einschränkung ergibt sich aus der Liste selbst.
Wie eine Wette zu rechnen ist: Quote, Einsatz, Rückzahlung
Eine Wette besteht aus drei Grössen: Einsatz, Quote und Rückzahlung. Die Quote gibt an, wie viel ein Einsatz zurückbringt, wenn er gewinnt. Bei einer Einzelwette auf Sieg von Team A zur Quote 2.50 und einem Einsatz von CHF 10 erhält der Spielende CHF 25 zurück, sofern Team A gewinnt. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg.
Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen. Drei Quoten von 2.00, 3.00 und 1.50 ergeben eine Gesamtquote von 9.00. Wer CHF 5 setzt, gewinnt CHF 45, wenn alle drei Voraussagen eintreten, und verliert den Einsatz, sobald auch nur eine danebenliegt. Je länger die Kette, desto höher die Quote – und desto höher das Risiko, dass ein einziges falsches Ergebnis die ganze Wette kippt.
Was die Marge im Wettmarkt ist
In jeder Quote steckt ein Anteil, den der Buchmacher für sich behält. Das nennt sich Marge oder «overround». Über alle möglichen Ausgänge eines Marktes summiert sich die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quoten auf einen Wert über 100 Prozent – diese Differenz ist die Marge. Bei einer Zweiwege-Wette mit zwei Ausgängen zu identischen Quoten von 1.90 ergibt sich:
- Implizierte Wahrscheinlichkeit je Ausgang: 1 geteilt durch 1.90 = etwa 52.6 Prozent.
- Summe beider Ausgänge: rund 105.3 Prozent.
- Marge: 100 minus der Auszahlungsquote. Auszahlungsquote hier: 1 geteilt durch 1.0526 = rund 95 Prozent. Marge entsprechend rund 5 Prozent.
Für den Spielenden heisst das: Auf lange Sicht werden von jedem Franken Einsatz etwa fünf Rappen einbehalten, unabhängig davon, wie das Spiel ausgeht. Bei Randsportarten wie Beachvolleyball, wo weniger Geld gesetzt wird, ist die Marge oft höher – sieben, acht oder zehn Prozent sind keine Seltenheit. Wer über längere Zeit wettet, verliert im Mittel die Marge, nicht mehr und nicht weniger.
Beispielrechnung Marge bei einem ausgeglichenen Zweiwege-Markt
Nehmen wir einen fiktiven Beachvolleyball-Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 – ein Beispiel, das nicht aus dem aktuellen Wettprogramm stammt, sondern die Mechanik zeigen soll.
- Auszahlungsquote: 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90) ergibt rund 95 Prozent.
- Marge: 100 Prozent minus 95 Prozent, also etwa 5 Prozent.
Bei einem grösseren Markt mit Quoten von 1.85 und 1.85 läge die Marge bei rund 8 Prozent. Bei einem Markt mit 1.95 und 1.95 läge sie bei rund 2.5 Prozent. Das ist die Bandbreite, innerhalb derer sich Margen auf Zweiwege-Märkten bewegen – kleinere Marge heisst mehr Geld zurück für die Spielenden.
Wer darauf wetten will, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, vergleicht die Margen der angebotenen Märkte. Konkret heisst das: zwei Preise ausrechnen, die implizierten Wahrscheinlichkeiten addieren, von 100 abziehen. Wer nicht rechnen will, prüft auf Vergleichsseiten, die für Standardmärkte fertige Margen ausweisen.
Wie Swisslos Beachvolleyball-Wetten konkret macht
Wettprogramm und Limits bei Sporttip
Sporttip führt Beachvolleyball-Märkte, wenn sie auf der Gespa-Liste stehen. Welche Turniere im Programm sind – ob die FIVB World Tour, die olympische Disziplin oder ein kontinentaler Wettbewerb – hängt von der jeweils gültigen Listenausgabe ab. Was unter dem Strich zählt, sind die Einsatzlimits und die Regeln.
- Mindesteinsatz: CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette.
- Höchsteinsatz: CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette.
- Höchsteinsatz Systemwette: CHF 10’000.
- Kontowechsel ohne Angabe von Gründen: Swisslos kann die Limite jederzeit anpassen. Eine Wette, die über der geltenden Limite liegt, wird nicht angenommen.
Beim Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – vergleichbar mit Elfmeter oder Videobeweis – kann der Buchmacher Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten, etwa wenn ein medizinischer Timeout die Situation verschiebt.
Cash-Out ist bei Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten möglich, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung. Einmal ausgeführt, lässt sich das Cash-Out nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag fällt tiefer aus als der mögliche Gewinn bei regulärem Wettenabschluss, und der Anbieter muss Cash-Out nicht für jeden Markt garantieren.
Kombiboost und Quotenboost – was es kostet und was es bringt
Der Kombiboost von Sporttip funktioniert nur online und gilt für Prematch-, Live- und Systemwetten. Voraussetzung: mindestens vier Voraussagen, jede Einzelquote mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich:
- 4 Voraussagen: 5 Prozent Bonus.
- 7 Voraussagen: 20 Prozent Bonus.
- 10 Voraussagen: 40 Prozent Bonus.
- 15 Voraussagen: 100 Prozent Bonus.
Das klingt grosszügig, hat aber zwei Haken: Erstens zählt der Bonus nur auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz. Wer bei 15 Voraussagen den Bonus zu 100 Prozent bekommt, verdoppelt den Nettogewinn – aber jeder zusätzliche Ausgang erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine einzige Voraussage danebenliegt und der Einsatz verloren ist. Zweitens sind Einsatz und Bonus limitiert; Details stehen in den Spielregeln.
Quotenboosts gelten online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts heben den möglichen Nettogewinn eines bestimmten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt. Wird die Wette per Cash-Out vorzeitig abgeschlossen, verfällt der Boost.
Bet Builder und abhängige Wettereignisse
Abhängige Wettereignisse derselben Veranstaltung – zum Beispiel «Sieg Team A» und «Satz 1 an Team A» im selben Spiel – dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt der Anbieter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für die Spielenden heisst das: Wer abhängige Ereignisse kombinieren will, muss den Bet Builder benutzen – wer das nicht tut, läuft Gefahr, dass die Wette storniert wird.
Verlustlimit, Spielsperre und Schutzmechanismen bei Swisslos
Verlustlimiten selbst setzen
Bevor die erste Online-Wette platziert wird, verlangt Sporttip drei Verlustlimiten:
- Ein Tag: Maximale Verlusthöhe.
- Sieben Tage: rollierende Verlusthöhe.
- Dreissig Tage: rollierende Verlusthöhe.
Obergrenze ist CHF 9’999 für volljährige Spielende, CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – damit der Schutz nicht im Affekt ausgehebelt werden kann. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer über das festgelegte Limit hinaus spielt, kann die Wette nicht platzieren, auch wenn der Buchmacher sie annehmen würde.
Die gesetzliche Regelung schreibt vor, dass Anbieter Spielende zur Festlegung solcher Werte verpflichten – das Bundesrecht kennt keinen fixen Höchsteinsatz, der vom Staat vorgegeben wird. Die Werte sind Selbstverpflichtungen gegenüber dem Anbieter, mit Wirkung im eigenen Konto.
Spielsperre mit Eintrag im schweizweiten Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich also für vier Monate aussperrt, kommt frühestens nach Ablauf dieser Frist wieder rein. Eine unbefristete Spielsperre wird zusätzlich in einem schweizweiten Register eingetragen; sie wirkt auch für Casinos und Online-Casinos in der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer in diesem Register steht, kann sich bei keinem der beiden Schweizer Veranstalter und bei keinem Schweizer Casino anmelden.
Das gesetzliche Mindestmass: Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Das Register gilt als gemeinsames Sperrsystem über alle Schweizer Spielstätten hinweg.
Wer spielen darf – und wer nicht
Online-Registrierung bei Swisslos verlangt:
- Mindestens 18 Jahre alt.
- Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.
- Keine bestehende Spielsperre.
- Eine Person, eine Registrierung.
Personen unter 18 sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Spielerin oder Spieler an einem Ereignis teilnimmt, auf das gewettet werden soll, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, die Daten werden gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen ausgezahlt – anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht möglich.
Wie Loterie Romande Beachvolleyball-Wetten handhabt
Jouez Sport und das Westschweizer Vertragsgebiet
Loterie Romande organisiert Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14; 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann sich online registrieren, alle anderen nicht.
Die Spielregeln ähneln jenen von Swisslos strukturell: Mindestalter 18, Verlustlimiten vor erster Wettabgabe, freiwillige Spielsperre mit Eintrag im Sperrregister, keine Auszahlung an Drittkonten oder Kryptowährungen. Welche Wettarten konkret im Programm stehen, hängt wiederum von der Gespa-Liste ab; die operative Ausgestaltung – Limits, Quoten, Boosts – kann von Jouez Sport zu Jouez Sport variieren.
Wo Loterie Romande und Swisslos sich unterscheiden
Beide Anbieter verwenden dasselbe gesetzliche Rahmenwerk, beide beziehen ihre Bewilligung von der Gespa. Die Unterschiede liegen im Detail:
- Geografische Zuständigkeit: Überschneidungen gibt es keine. Wer in Genf wohnt, kann sich nur bei Loterie Romande anmelden, wer in St. Gallen nur bei Swisslos.
- Marken und Plattformen: Sporttip unter Swisslos, Jouez Sport unter Loterie Romande. Wer schon Kunde bei einer Marke ist, bleibt im eigenen Vertragsgebiet.
- Quotierung und Wettprogramm: Beide nutzen die Gespa-Liste, beide können unterschiedliche Turniere und Wettarten ins Programm nehmen, die Quoten können voneinander abweichen.
Wer in einem Kanton wohnt, in dem beide zuständig wären, gibt es nicht – das Vertragsgebiet teilt die Schweiz sauber auf. Wer in einem Kanton wohnt, den keiner der beiden betreut, gibt es ebenfalls nicht; alle Schweizer Kantone sind abgedeckt, plus Liechtenstein bei Swisslos.
Steuern auf Wettgewinnen in der Schweiz
Wann ein Gewinn steuerfrei ist
Gewinne aus bewilligten Grossspielen – wozu die ESTV Sportwetten zählt – sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 noch bei CHF 1’070’400. Die kantonalen Freibeträge sind je nach Kanton unterschiedlich; das ist der Grund, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» fällt. Wer darunter bleibt, zahlt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf den Wettgewinn.
Wird der Freibetrag überschritten, zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab. Der Spielende kann diese Verrechnungssteuer über die Steuererklärung zurückholen, sofern das Einkommen die Freibeträge nicht überschreitet. Wer regelmässig grosse Summen umsetzt, sollte den Freibetrag im Auge behalten – typische Wettgewinne liegen jedoch weit darunter.
Gewinne ausländischer Anbieter
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, dafür der kantonalen Steuerpraxis. Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt und in einem Kanton mit strenger Praxis wohnt, muss den Gewinn in der Steuererklärung angeben. Die Rechtslage ist von Kanton zu Kanton uneinheitlich; was sicher bleibt: Gewinne aus bewilligten Schweizer Anbietern sind unter dem Freibetrag steuerfrei.
Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – wer also eine Wette platziert, zahlt keine zusätzlichen Steuern auf dem Einsatz, sondern nur auf den Gewinn, falls dieser über den Freibetrag hinausgeht.
Was eine Online-Wette bei Swisslos kostet – Schritt für Schritt
Konto, Verlustlimit, erste Wette
Wer noch kein Konto hat, durchläuft diese Schritte:
- Registrierung online: Ausweis hochladen, Wohnsitz im Vertragsgebiet bestätigen.
- Verlustlimiten setzen: Tag, Woche, Monat.
- Einzahlung: Auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen, das die Bankverbindung akzeptiert.
- Erste Wette platzieren: Im Wettprogramm unter «Beachvolleyball» oder über die Sportarten-Liste.
Die Schritte eins und zwei sind Pflicht. Ohne Verlustlimit geht nichts. Ohne Wohnsitznachweis geht nichts. Wer sich für die Spielsperre entscheidet, kommt erst nach Ablauf wieder ins System – wobei eine Erhöhung der Verlustlimite 72 Stunden Wartezeit kostet und nicht im Affekt erfolgen soll.
Was eine typische Beachvolleyball-Wette kostet
Nehmen wir ein Szenario: Sporttip bietet eine Beachvolleyball-Partie zwischen Team A und Team B an. Team A zur Quote 1.90, Team B zur Quote 1.90. Wer auf Team A setzt, wettet mit Marge – wie im Rechenbeispiel oben sind das etwa 5 Prozent Marge.
- Einsatz CHF 10, Quote 1.90: Rückzahlung CHF 19 bei Sieg von A, davon CHF 9 Gewinn.
- Einsatz CHF 10, Quote 2.20: Rückzahlung CHF 22 bei Sieg, davon CHF 12 Gewinn. Die implizierte Wahrscheinlichkeit ist 45.5 Prozent für A und rund 54.5 Prozent für B – bei einem klaren Favoriten ist die Marge entsprechend ungleich verteilt, aber die Summe der implizierten Wahrscheinlichkeiten liegt bei rund 105 bis 110 Prozent.
Ein realistisches Bild: Wer auf Beachvolleyball wettet, sollte damit rechnen, dass pro CHF 100 Einsatz auf lange Sicht CHF 90 bis 95 zurückkommen, je nach Markt und Anbieter. Der Rest ist die Marge. Wer auf einzelne Ausgänge mit hohen Quoten setzt, gewinnt seltener und höher – die Marge bleibt im Markt, aber die Trefferquote sinkt.
Anbieter im Vergleich: Wer hat eine Bewilligung in der Schweiz?
Die folgende Übersicht sortiert Anbieter nach ihrer Stellung gegenüber der Schweizer Bewilligung. Schweizer Veranstalter sind bewilligt, ausländische Anbieter in der Regel nicht. Details zu den einzelnen Marken stehen darunter.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter / Lizenzlage |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligt | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Gespa-Aufsicht |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligt | Loterie Romande, Lausanne; Gespa-Aufsicht |
| Rainbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| Rabona | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| GG.BET | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| FortuneJack | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| Betscore | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| Sportuna | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| DirectionBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
| Bruce Bet | Ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz |
Wer in der Schweiz wettet, sollte zuerst klären, in welchem Vertragsgebiet er wohnt, dann prüfen, ob der Anbieter auf der Gespa-Liste steht, und sich fragen, ob das eigene Wettverhalten zu den Limits passt, die der Anbieter verlangt. Bei den ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ist die zweite Spalte entscheidend: Sie zeigt, dass keine Schweizer Bewilligung vorliegt – weder eine Veranstalterbewilligung noch eine Spielbewilligung.
Die zehn Anbieter im Profil
Swisslos Sporttip
Swisslos mit Sitz in Basel organisiert die Sportwette unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung von 2019 über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone plus das Tessin und Liechtenstein. Eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS sind vorhanden, die Aufsicht liegt bei der Gespa.
Was das für Beachvolleyball heisst: Welche Wettbewerbe im Programm stehen, richtet sich nach der Gespa-Liste – was dort erscheint, kann Sporttip anbieten, was nicht, geht nicht. Für die Spielenden heisst das: bei seltenen oder ungewöhnlichen Wettarten auf Beachvolleyball ist die Chance gross, dass der Anbieter sie nicht ins Programm nehmen darf. Die Limits sind klar geregelt: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette. Cash-Out ist nur online verfügbar und nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung. Der Kombiboost und die Quotenboosts sind im Online-Bereich verfügbar, mit den entsprechenden Mindestquoten und Voraussetzungen.
Wer in der Deutschschweiz wohnt und ein reguliertes Konto mit Schweizer Aufsicht will, landet hier. Wer oft auf ungewöhnliche Beachvolleyball-Märkte setzt, sollte vorher prüfen, ob die Gespa-Liste den Wettbewerb führt – sonst hilft die Quote nichts.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne organisiert die Sportwette unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Auch hier liegen Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung vor, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet ist klein, klar abgegrenzt und nicht überlappend mit jenem von Swisslos.
Was die Spielerin und der Spieler mitnehmen: das gleiche Schutzsystem – Verlustlimiten, Spielsperre mit Registereintrag, keine Auszahlung an fremde Konten. Welche Märkte konkret angeboten werden, kann sich von Sporttip unterscheiden, weil jeder Veranstalter das Programm innerhalb der Gespa-Liste selbst zusammenstellt. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine andere Schweizer Wahl.
Jouez Sport eignet sich für Spielende, die im Vertragsgebiet wohnen und das bewilligte Schweizer System nutzen wollen. Für Wetten jenseits der Gespa-Liste, etwa exotische Beachvolleyball-Turniere, gilt das Gleiche wie bei Sporttip: nicht erlaubt ist nicht erlaubt.
Rainbet
Rainbet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenzangaben auf der eigenen Seite haben in der Schweiz keine rechtliche Kraft, ein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister besteht nicht. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS gesperrt werden.
Wer bei Rainbet spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: keine Aufsicht durch die Gespa, keine Anwendung des Schweizer Sperrregisters, kein Zugang zu Schweizer Beschwerdewegen. Die Differenz im Marktangebot – andere Boni, andere Quoten, andere Märkte – mag im Einzelfall attraktiv wirken, aber sie wird mit dem Wegfall des Schweizer Schutzes erkauft. Wer in der Schweiz wohnt und sich für diese Marke entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass Gewinne nach kantonaler Praxis anders besteuert werden können als bei Swisslos oder Loterie Romande.
Rabona
Rabona tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Lizenzaussagen auf der eigenen Seite entfalten gegenüber Schweizer Behörden keine Wirkung. Das Spielen bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bedeutet: kein Zugang zum gemeinsamen Sperrregister, keine Schweizer Spielsperre wirksam, im Streitfall ausländisches Recht.
Wer Beachvolleyball-Quoten bei Rabona vergleicht, sollte bedenken, dass die Quoten nicht Gegenstand einer Schweizer Aufsicht sind. Eine Schweizer Spielsperre, die bei Swisslos oder Loterie Romande greift, gilt hier nicht. Wer Gewinne auszahlt, muss diese nach kantonaler Praxis in der Steuererklärung angeben, soweit das Einkommen steuerrelevant wird.
GG.BET
GG.BET ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenzaussagen auf der eigenen Webseite haben in der Schweiz keine rechtliche Wirkung. Wer bei GG.BET spielt, setzt sich denselben Risiken aus wie bei anderen ausländischen Marken: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Beschwerdeweg.
Was den Vergleich mit Swisslos und Loterie Romande betrifft, hilft nur der Blick auf das, was die Gespa erlaubt – und diese Liste bildet den Schweizer Standard. Anbieter ausserhalb dieser Liste können mehr bieten, aber unter anderen Bedingungen, mit anderem Schutzprofil und mit anderer steuerlicher Behandlung.
FortuneJack
FortuneJack tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Lizenzangaben sind auf der eigenen Webseite zu prüfen, haben aber in der Schweiz keine rechtliche Kraft. Wer in der Schweiz wohnt und bei FortuneJack spielt, ist nicht durch das Schweizer Sperrregister geschützt – eine Spielsperre bei Swisslos oder Loterie Romande hindert FortuneJack nicht, ein Konto zu eröffnen.
Die kantonale Besteuerungspraxis variiert. Thurgau etwa behandelt Gewinne ausländischer Grossspiele als steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Wer in einem Kanton mit ähnlicher Praxis wohnt, sollte den Gewinn in der Steuererklärung angeben.
Betscore
Betscore verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Lizenzaussagen auf der eigenen Webseite haben gegenüber Schweizer Behörden keine Wirkung. Wer bei Betscore spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Anbindung an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz.
Beachvolleyball-Märkte können umfangreicher sein als im Schweizer Programm, weil die Gespa-Liste für Betscore nicht bindend ist. Wer sich dafür entscheidet, weicht vom Schweizer Schutzsystem ab und übernimmt die Verantwortung dafür selbst – im Positiven wie im Negativen.
Sportuna
Sportuna tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Lizenzangaben auf der eigenen Webseite sind für die Schweiz nicht relevant. Eine Schweizer Spielsperre bei Swisslos oder Loterie Romande hindert Sportuna nicht, ein Konto zu führen.
Vergleicht man die Anbieter untereinander, ist die Bewilligung das härteste Unterscheidungsmerkmal: Schweizer Bewilligung, oder keine. Alles andere – Quoten, Boosts, Limits, Aktionen – ist für die Spielenden weniger entscheidend als die Frage, ob sie im Schutzsystem der Gespa spielen oder ausserhalb.
DirectionBet
DirectionBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Lizenzaussagen auf der eigenen Webseite sind für die Schweiz ohne rechtliche Wirkung. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen, Schweizer Internetprovider sperren sie per DNS.
Wer aus beruflichen oder privaten Gründen mit einem Schweizer Anbieter-Konto spielen will, kann das mit DirectionBet nicht – das Konto existiert in einer Jurisdiktion, die das Schweizer Recht nicht anerkennt. Eine Spielsperre in der Schweiz hindert DirectionBet nicht, ein Konto zu führen und Wetten anzunehmen.
Bruce Bet
Bruce Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Lizenzaussagen auf der eigenen Webseite sind in der Schweiz rechtlich nicht relevant. Eine Schweizer Spielsperre bei Swisslos oder Loterie Romande hindert Bruce Bet nicht an der Kontoeröffnung.
Der entscheidende Punkt im Vergleich: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung unterliegen keiner Schweizer Aufsicht. Die Spielbedingungen, die Limits, die Spielersperren und die Auszahlungswege sind Sache des Anbieters, nicht des Schweizer Rechts. Wer von einem Schweizer Anbieter zu einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wechselt, sollte sich bewusst sein, dass er das Schutzprofil der Gespa verlässt.
Wer profitiert von welchem Angebot?
Wer zur Schweiz passt: Spieler mit kleinem und mittlerem Budget
Wer mit CHF 10 bis CHF 200 Einsatz pro Woche wettet, ist im Schweizer System gut aufgehoben. Die Verlustlimiten lassen sich in Schritten setzen, die das Wochenbudget abdecken, und der Selbsttest funktioniert. Wer ein Wochenlimit von CHF 100 setzt und innerhalb dieser Limite bleibt, hat ein Werkzeug, das die Spielsuchtprävention aktiv unterstützt. Beim Wechsel auf einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlt dieses Werkzeug – die Sperre gilt dort nicht.
Wer Beachvolleyball-Quoten scharf vergleichen will
Wer systematisch vergleicht, sollte die Gespa-Liste kennen. Welche Beachvolleyball-Turniere sind in der Schweiz überhaupt erlaubt, und welche Wettarten sind für diese Turniere zulässig? Wer diese Liste beherrscht, weiss, ob ein bestimmter Markt überhaupt regulär angeboten werden darf. Andernfalls hilft nur der Blick ins Wettprogramm der beiden Schweizer Anbieter – ist der Markt nicht da, gibt es ihn regulär nicht.
Wer hohe Einsätze setzt
Wer mit vier- oder fünfstelligen Einsätzen spielt, stösst bei Swisslos an die Höchsteinsatzgrenze von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Der Anbieter kann die Limite jederzeit anpassen. Wer also mit sechstelligen Summen pro Monat spielt, sucht bewusst nach anderen Lösungen – die aber in der Schweiz regulär nicht zugänglich sind, weil nur zwei Veranstalter existieren.
Wie man eine Wette sinnvoll prüft, bevor man sie platziert
Die Quote lesen, ohne sich blenden zu lassen
Eine Quote von 2.50 heisst nicht, dass die Mannschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent gewinnt – sie heisst, dass der Buchmacher eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent anzeigt. Die echte Wahrscheinlichkeit kann gleich hoch sein, höher oder niedriger. Wer glaubt, das Spiel besser einschätzen zu können als der Markt, sollte die Quote nur dann spielen, wenn die eigene Einschätzung die implizierte Wahrscheinlichkeit deutlich übersteigt. Wer darauf achtet, dass die Marge im Markt niedrig ist – etwa 5 Prozent statt 10 Prozent –, behält im Mittel mehr vom Einsatz.
Die Gespa-Liste und das Wettprogramm abgleichen
Nicht jeder Beachvolleyball-Markt, den internationale Anbieter listen, ist in der Schweiz verfügbar. Wer auf eine Wettart setzt, die nicht auf der Gespa-Liste steht, kann sie bei Swisslos oder Loterie Romande nicht spielen. Wer auf einen Wettbewerb setzt, der nicht gelistet ist, ebenso nicht. Vor jeder Wette der kurze Blick ins Wettprogramm spart verschwendete Suchzeit.
Das eigene Verhalten mit dem Schutzsystem abgleichen
Wer mehrfach höhere Limits setzt, sollte sich fragen: Ist das eine rationale Anpassung an das Wettverhalten, oder eine Reaktion auf einen Verlust, der wieder reingeholt werden soll? Die 72-Stunden-Frist bei einer Limitenerhöhung hilft, solche Impulse zu filtern. Wer ohne Verlustlimit spielt, hat keines, weil das Gesetz ein Limit pro Konto vorschreibt, das jeder selbst setzen kann.
Häufige Fragen zu Beachvolleyball-Wetten in der Schweiz
Ist Beachvolleyball in der Schweiz überhaupt als Wettsport zugelassen?
Beachvolleyball kann in der Schweiz gewettet werden, wenn der betreffende Wettbewerb und die Wettart auf der Liste der Gespa stehen. Swisslos und Loterie Romande sind die beiden einzigen Veranstalter, die Sportwetten anbieten dürfen; was nicht auf der Liste erscheint, kann auch von ihnen nicht ins Programm genommen werden. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten.
Wie wird ein Satz im Volleyball gezählt, und was heisst «Best of five»?
Ein Satz endet, sobald eine Mannschaft 25 Punkte erreicht und gleichzeitig mit mindestens zwei Punkten Vorsprung führt; bei 24:24 wird verlängert, bis die Differenz zwei beträgt. Ein Spiel wird im Modus Best of five gespielt, das heisst: Wer drei Sätze gewinnt, gewinnt das Spiel. Der fünfte Satz ist ein Tiebreak bis 15 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung; nach jeweils acht Punkten werden die Seiten gewechselt.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer CHF 10 zu Quote 2.50 setzt, gewinnt bei einem richtigen Tipp CHF 25 zurück; davon sind CHF 10 der Einsatz, CHF 15 der Nettogewinn. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen, das Risiko steigt mit jeder zusätzlichen Voraussage.
Was ist die Marge im Wettmarkt, und wie zeigt sie sich in den Quoten?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher im Mittel behält. Addiert man die implizierten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, liegt die Summe über 100 Prozent – diese Differenz ist die Marge. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 beträgt die Marge etwa 5 Prozent. Auf lange Sicht verliert der Spielende im Mittel diese Marge, nicht mehr und nicht weniger.
Welche Spielsperren und Verlustlimiten gelten in der Schweiz?
Wer sich bei Swisslos oder Loterie Romande registriert, muss zuerst Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen, mit Obergrenze CHF 9’999 für volljährige Spielende und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Sind Wettgewinne in der Schweiz steuerfrei, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei – der Bundesfreibetrag liegt seit 2026 bei CHF 1’071’000. Über dem Freibetrag werden 35 Prozent Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» gilt. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton unter das steuerbare Einkommen.
Verfasst vom Team von „Wettappschweiz”.
