Afrika-Cup in der Schweiz 2026 wetten: Bewilligung, Quoten, Spielplan

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz 2026 auf den Afrika-Cup wetten will, hat es mit einer ungewöhnlichen Lage zu tun. Nicht Auswahl oder Quote entscheiden zuerst, sondern die Frage, ob überhaupt ein bewilligter Veranstalter das Turnier im Programm hat. Die folgenden Abschnitte zeigen, was die zwei bewilligten Anbieter abdecken, was Quoten über Wahrscheinlichkeit und Marge aussagen und wie Spielplan, Märkte und Steuern zusammenhängen.

Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Datenstand: 20 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettarten und Veranstalter (Stand 10.09.2026).

Wettanbieter in der Schweiz: warum die Auswahl so klein ist

Das Geldspielgesetz (BGS) erlaubt Sportwetten in der Schweiz nur als Grossspiel, und zwar ausschliesslich Anbietern mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro ausgespieltes Spiel. Seit der Inkraftsetzung 2019 haben die Kantone diese Rolle auf zwei Veranstalterinnen begrenzt: Swisslos, die in der Deutschschweiz unter dem Namen Sporttip auftritt, und Loterie Romande, die in der Romandie unter Jouez Sport spielt. Jede Veranstalterin bedient ihr eigenes Vertragsgebiet, eine Online-Registrierung ist nur mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich. Wer im Wallis wohnt, kann sich nicht bei Swisslos anmelden, und ein Zürcher hat keinen Zugang zu Jouez Sport.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Für 2026 heisst das: wer wetten will, sucht nicht unter hundert Marken, sondern prüft, ob sein Kanton zu Sporttip oder zu Jouez Sport gehört. Beide führen Fussball im Programm, beide listen internationale Turniere auf der Gespa-Liste, beide sind online und am Schalter erreichbar. Der Unterschied liegt im Angebot, in den Limits und in der Handhabung von Cash-Out, Boosts und Livewetten, nicht in der grundsätzlichen Erlaubnis.

Die übrigen Namen, die einem bei der Suche nach Afrika-Cup-Quoten begegnen – Bruce Bet, 1xBet, Funbet, Boomerang Bet, BetLabel, Gamdom, Pribet, WirWetten – sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie mögen das Turnier im Programm haben und gelegentlich sogar AFCON-Märkte anbieten, dürfen aber in der Schweiz nicht beworben und nicht zulässig genutzt werden. Wer dort spielt, hat keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht und im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg.

Wer den Afrika-Cup organisiert – und was 2026 ansteht

Der Afrika-Cup wird von der Confédération Africaine de Football (CAF) ausgetragen. Erstmals 1957 gespielt, ist Ägypten mit sieben Titeln Rekordsieger, Samuel Eto’o mit 18 Treffern Rekordtorschütze. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, der Modus besteht aus sechs Vierergruppen, von denen die beiden Ersten und die vier besten Dritten in die K.-o.-Runde weiterkommen; ab dem Achtelfinale wird bei Gleichstand verlängert und nötigenfalls ein Elfmeterschiessen geschossen. Die nächste Endrunde soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden, zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Der Afrika-Cup 2025 wurde vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen, nachdem der ursprüngliche Sommertermin wegen der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft verlegt worden war. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 gegen Marokko 1:0 nach Verlängerung; Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschiessen gegen Ägypten durch.

Was hier als «Afrika-Cup 2026» in der Suche auftaucht, ist kein benanntes Turnier. Die letzte Austragung war 2025/26, die nächste folgt 2027. Wer in 2026 wetten will, tippt entweder auf den Ausgang der noch laufenden Qualifikation zur Endrunde 2027, auf Resultatsläufe der anschliessenden WM-Qualifikation afrikanischer Teams oder – bei den bewilligten Anbietern – auf das, was die Gespa-Liste für den internationalen Klubfussball hergibt. Wer gezielt auf ein AFCON-Endrundenspiel warten will, kommt erst 2027 wieder zum Zug.

Spielplan, Modus und was davon auf dem Wettschein ankommt

Der Modus prägt das, was überhaupt gewettet werden kann. Gruppenphase mit sechs Vierergruppen, zwei gesetzte Spiele pro Mannschaft, dazu die beiden spielfreien Schlussrunden: Die Buchmacher staffeln ihr Angebot entlang dieses Rhythmus. Vor dem Turnier sind Sieger- und Gruppensiegerwetten üblich, dazu Märkte auf das Erreichen des Viertel- oder Halbfinals; während des Turniers kommen die Begegnungsquoten der jeweils angesetzten Spiele hinzu. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen bei Sporttip nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder die Wette selbst darauf gerichtet ist, die reguläre Spielzeit endet mit dem Schlusspfiff zuzüglich Nachspielzeit.

Eine Wette auf den «Spielausgang» meint damit in der Regel das Resultat nach 90 Minuten plus Nachspielzeit; wer auf den Turniersieger oder den Finaleinzug setzt, tippt auf einen Ausgang, der durch Verlängerung und Elfmeterschiessen entschieden werden kann, ohne dass die reguläre Spielzeit im Einzelfall reicht. Wer auf den Halbzeit-/Endstand setzt, hängt am exakten Spielverlauf; wer eine Kombination baut, vervielfacht seine Quote und sein Risiko.

Rechtlicher Rahmen: was erlaubt ist und was nicht

Die Lage in der Schweiz ist klar, aber eng. Wer Afrika-Cip-Wetten in der Schweiz 2026 in den Browser tippt, landet fast zwangsläufig zuerst bei der Frage, ob er hier überhaupt spielen darf. Drei Sätze aus dem BGS reichen für das Grundgerüst: Online-Sportwetten sind ein Grossspiel und brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro ausgespieltes Spiel (Art. 21 bis 25 BGS); die Veranstalterinnen sind auf zwei begrenzt (Art. 4 BGS), Swisslos und Loterie Romande; beworben werden darf nur, was bewilligt ist (Art. 74 BGS), und Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS).

Was gewettet werden darf, steht nicht in Stein, sondern in einer Liste. Die Gespa veröffentlicht eine abschliessende Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste vom 10.09.2026 enthält Fussball als Weltsport, internationale Klub- und Nationalmannschaftswettbewerbe sowie die explizit aufgeführten Turniere. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Eckballwetten, Kartenwetten, eSports – wer danach sucht, sucht vergeblich. Auch Qualifikationsrunden sind nur dann zulässig, wenn die Liste sie für den jeweiligen Wettbewerb vorsieht; Frauenfussball ist nur zulässig, wo die Liste ihn führt.

Das bedeutet für ein AFCON-Spiel: Wenn die Gespa-Liste den Afrika-Cup für den jeweiligen Spieltag führt und der bewilligte Veranstalter ihn ins Wettprogramm nimmt, ist die Einzel- oder Kombiwette auf dieses Spiel ein zulässiges Angebot. Ist er nicht aufgeführt, gibt es keine legale Wette in der Schweiz. Wer auf ein Event wettet, das im Programm steht, hält sich an das Schweizer Recht; wer es bei einer ausländischen Marke versucht, spielt ausserhalb dieses Rechts.

Wer in der Schweiz überhaupt wettet – die Rolle von Swisslos und Loterie Romande

Swisslos ist als Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin der Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Sie führt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein als Vertragsgebiet; Loterie Romande betreibt Jouez Sport in der Romandie für FR, GE, JU, NE, VD und VS. Beide bedienen ihre Gebiete über Verkaufsstellen und über ein Online-Spielerkonto, beide sind der Gespa rechenschaftspflichtig, beide führen einen Teil des Reingewinns an die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz ab (CHF 506 Mio. von CHF 562 Mio. Reingewinn 2025, davon CHF 109 Mio. aus Sportwetten).

Die Aufteilung ist nicht bloss territorial, sondern wirkt sich auf das Angebot aus. Was genau in welcher Variante angeboten wird, regeln die Spielregeln jedes Veranstalters, und sie unterscheiden sich. Das gilt für Mindest- und Höchsteinsätze, für Cash-Out-Bedingungen, für Livewetten-Pausen und für die Regeln zur Behandlung abgebrochener oder verschobener Spiele. Wer Sporttip und Jouez Sport vergleicht, vergleicht zwei kompatible, aber nicht identische Systeme.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Ausländische Marken, die Afrika-Cup-Wetten anbieten, haben in der Schweiz keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste der Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren; Ende 2025 umfasste sie 671 Einträge, und die Liste wird laufend ergänzt, wenn Anbieter unter wechselnden Domains wieder auftauchen.

Wer bei einer ausländischen Marke spielt, riskiert dreierlei: Der Zugang wird technisch erschwert, das Spielerkonto hat keinen Schweizer Ausschlussregister-Anschluss, im Streitfall gilt ausländisches Recht. Das ist kein Verbot, das Spieler bestraft – der Spielende bleibt straffrei – aber die Spieleinschwetzen können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, die faires Spiel kontrolliert. Aus kantonaler Sicht, etwa im Thurgau, sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen zudem als Einkommen steuerbar, unabhängig von der Höhe. Wer in der Schweiz wohnt und ausländische Anbieter nutzt, sollte diese Punkte vor dem ersten Tipp klären.

Schutzmechanismen: Limiten, Sperren und was sie AFCON-Spielenden bringen

Wer in der Schweiz 2026 auf den Afrika-Cup wetten will, muss sich vor der ersten Wette mit drei Schutzmechanismen auseinandersetzen: Verlustlimiten, Einzahlungslimiten und Spielsperre. Sie gelten für alle Sportwetten der bewilligten Veranstalter, unabhängig vom Turnier, und sie stehen am Anfang jedes Spielerkontos, nicht erst bei wachsender Spielsucht.

Verlustlimiten setzt der Spielende selbst, getrennt für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze bei Swisslos liegt bei CHF 9’999 pro Periode; wer unter 21 ist, ist von der Online-Teilnahme ausgeschlossen und hat folglich gar keinen Zugang. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, um impulsive Anpassungen zu bremsen. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen, gedacht als zusätzliche Bremse für alle Zahlungen aufs Spielerkonto.

Die Spielsperre wirkt produktbezogen: Bei Swisslos lässt sich der Zugang zu einem einzelnen Produkt für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen; sie gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Wer sich sperren lässt, hat keinen Anspruch mehr auf Auszahlung von Restguthaben aus Wetten, die vor der Sperrung platziert wurden (Art. 45 BGS). Drei Monate Mindestdauer bei freiwilligendem Sperren sind sorgen (Art. 84 VGS), Aufhebung nur über eine Fachstelle.

Diese Schutzmechanismen greifen unabhängig davon, ob gerade ein Afrika-Cup-Endrundenspiel ansteht oder die WM-Qualifikation läuft. Für jemanden, der nur während weniger Wochen im Jahr wettet, sind sie in der Wirkung mild; für jemanden, der jede Phase eines Turniers mitnimmt, sind sie der Rahmen, in dem die Wettleidenschaft stattfindet.

Was bei Testkäufen auffällt

Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen geprüft, ob Minderjährige eine Sportwette kaufen können. In 47.5 % der Fälle ist der Verkauf gelungen. Das ist kein Argument gegen die Schweizer Regulierung als Ganzes – der Schalterverkauf ist neben dem Online-Kanal nur eine Vertriebsform – aber es relativiert die Annahme, der Ausschluss Minderjähriger sei lückenlos. Online gilt die Pflicht zur Identitätsprüfung; am Schalter hängt es an der Verkaufsperson.

Wettarten, Quoten und Marge: was der Preis über das Produkt verrät

Wer zum ersten Mal in das Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport blickt, sieht eine Tafel aus Begegnungen, Quoten und Wettmärkten, dazu Symbole wie «1», «X», «2», «Ü» für über 2.5 Tore, «HC» für Handicap, «GG/N» für «beide treffen / eines nicht». Was die Quote bedeutet, ist schnell erklärt: Sie ist das Vielfache des Einsatzes, das eine Wette im Gewinnfall zurückzahlt. Eine Quote von 2.10 bedeutet, ein Einsatz von CHF 10 zahlt bei einem Gewinn CHF 21, davon CHF 11 Nettogewinn; eine Quote von 3.40 macht aus CHF 10 CHF 34, davon CHF 24 Nettogewinn.

Wichtiger ist die zweite Zahl, die in der Quote steckt: die Marge. Eine faire Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider; eine Quote mit Marge spiegelt die Wahrscheinlichkeit, abgezogen um den Anteil, den der Veranstalter pro Wette einbehält. Für einen Markt mit drei Ausgängen wie 1X2 berechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert aus der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten. Nimmt man für ein fiktives Spiel die Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg, ergibt sich: 1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60 ≈ 0’476 + 0’294 + 0’278 = 1’048, die Auszahlungsquote also 1/1’048 ≈ 95.4 %. Die Marge dieses Marktes liegt dann bei rund 4.6 %, das heisst: Von jedem Franken, der auf diesen Drei-Wege-Markt gesetzt wird, fliessen im langfristigen Mittel etwa 95.4 Rappen zurück in die Auszahlung an die Spielenden, der Rest bleibt beim Veranstalter.

Bei Livewetten, bei denen das Wettprogramm oft nur Teilmärkte führt, liegen die Margen höher; bei Kombiwetten, bei denen die Auszahlungsquote aus dem Produkt der einzelnen Auszahlungsquoten entsteht, addieren sich die Margen der Teilmärkte zu einer Gesamtmarge. Wer mit kleinen Kombinationen spielt, zahlt eine Marge, die höher ist als die des Einzelmarktes, ohne es zu merken. Das ist kein Nachteil dieser Märkte, sondern ihr Preis: Die kleinere Wette auf den Ausgang eines Spiels zahlt sich nur aus, wenn die Einzelmärkte günstig sind.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette, Livewette

Vier Wettformen prägen das Schweizer Programm: Die Einzelwette ist die Wette auf einen Ausgang eines einzelnen Ereignisses, sie ist die einfachste Form. Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen; die Quote ist das Produkt der Einzelquoten, die Auszahlung erfolgt nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Die Systemwette erlaubt es, mehrere Kombiwette aus einem Bild zu wählen und so auch dann zu gewinnen, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen; sie kostet einen höheren Gesamteinsatz, weil jeder Zweig bezahlt wird. Die Livewette wird während des laufenden Spiels platziert, mit Quoten, die sich am Spielstand orientieren.

Bei Sporttip sind Mindest- und Höchsteinsätze für jede dieser Formen festgelegt: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Bei Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs – einem Tor, einem Elfmeter, einer Roten Karte – wertet Swisslos die Wette mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückerstattet. Auch in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, eine Garantie auf einen bestimmten Markt besteht nicht.

Wer Cash-Out nutzt, sichert einen Teil des Gewinns vor Schluss des Spiels; bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor und während des Spieles, online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für einen bestimmten Markt verfügbar ist, gibt es nicht.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Sporttip kombiniert Anreize in zwei Formen. Der Kombiboost gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage; je nach Anzahl steigt der Bonus auf den Nettogewinn: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Quotenboosts und Profitboosts sind nur online verfügbar, nur einmal pro Wettenden nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Beide sind Werkzeuge, um eine Wette zu «verschönern», aber kein Geschenk: Sie erhöhen die Auszahlung im Gewinnfall, sie senken sie im Verlustfall nicht.

Diese Mechanismen sind der Punkt, an dem das Marketing eines Buchmachers am sichtbarsten wird. «Kombiboost 100 %» heisst, dass bei fünfzehn richtigen Voraussagen der Nettogewinn verdoppelt wird – nicht, dass eine beliebige Wette plötzlich sicher ist. Wer den Mechanismus ernst nimmt, fragt nach der Mindestquote pro Voraussage, nach dem maximalen Erhöhungsbetrag und nach der Beschränkung auf bestimmte Märkte. Wer ihn ignoriert, sieht nur das Prozent und übersieht, dass eine Bonusauszahlung immer an Bedingungen geknüpft ist.

Spielplan der nächsten Ausgabe: was die Endrunde 2027 prägt

Die Endrunde 2027 ist für 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Das Turnier folgt dem seit 2019 geltenden 24er-Format mit sechs Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Runde ab dem Achtelfinale; bei Gleichstand nach 90 Minuten wird verlängert, bei anhaltendem Gleichstand wird ein Elfmeterschiessen geschossen.

Wer in der Schweiz auf die Endrunde 2027 wetten will, hat drei Wege: Erstens auf das Turnier als Ganzes, also Siegerwetten, Finalisten, Gruppensieger, Erreichen des Halbfinals oder Viertelfinals. Solche Langzeitwetten werden vor und während des Turniers angeboten, mit Quoten, die sich am Verlauf orientieren. Zweitens auf die Qualifikation, also darauf, ob eine bestimmte Mannschaft das Turnier erreicht; Qualifikationsspiele erstrecken sich über Monate. Drittens auf das Einzelspiel während des Turniers, sobald der Spielplan feststeht und die Gespa-Liste das Turnier führt.

Die Verschiebung von Sommer auf Jahreswechsel, die bei der Ausgabe 2025 nötig wurde, illustriert, wie sehr ein Afrika-Cup-Termin vom internationalen Kalender aus eng bleibt. Wer plant, 2026 auf das Turnier zu setzen, plant nicht auf 2026: Die nächste Endrunde findet 2027 statt. Bis dahin laufen Qualifikation, Freundschaftsspiele und WM-Qualifikation, und wer wetten will, findet sein Material dort.

Wann eine AFCON-Auflage nicht stattfindet

Der Vorlauf war kein Einzelfall. Die Ausgabe 2025 wurde vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel 2025/26 verschoben, um Terminkonflikte mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 zu vermeiden; die Ausgabe 2027 soll wieder im Sommer stattfinden, aber bereits ist die Rede davon, dass der Afrika-Cup ab 2028 nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden soll. Die Verschiebungen und Rhythmusänderungen sind nicht das Problem der Spielenden, aber sie prägen das Wettprogramm: Wer eine bestimmte Ausgabe im Visier hat, kann sich nicht darauf verlassen, dass sie zu einem festen Termin stattfindet.

Beste Voraussetzungen zum Wetten: Kriterien, die mehr zählen als der Name

Wer einen Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten in der Schweiz 2026 sucht, hat nur zwei, die überhaupt in Frage kommen: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer dennoch vergleicht, vergleicht nicht Marken, sondern Eigenschaften innerhalb dieses Paars. Drei Kriterien sind es wert, vor der ersten Wette geprüft zu werden.

Bewilligung und Vertragsgebiet. Beide Anbieter führen eine Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung; beide sind bei der Gespa registriert. Der Unterschied liegt im Vertragsgebiet: Wer in einem Deutschschweizer Kanton, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, ist im Swisslos-Gebiet und nutzt Sporttip; wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, nutzt Jouez Sport. Eine Registrierung bei der «falschen» Veranstalterin wird am Wohnsitz scheitern.

Wettangebot Turnier. Die Gespa-Liste führt die bewilligten Wettbewerbe. Ob der Afrika-Cup während der laufenden Endrunde angeboten wird, hängt davon ab, ob die Liste ihn führt; in der Vorbereitung auf eine Ausgabe sind Sieger- und Qualifikationswetten möglich. Bei beiden Anbietern gilt die Liste gleichermassen, aber das konkrete Programm kann sich unterscheiden. Wer ein bestimmtes Spiel wetten will, prüft das Wettprogramm beider Anbieter, soweit der Wohnsitz es zulässt.

Limits und Schutzmechanismen. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, freiwillige Einzahlungslimite, Spielsperre produktbezogen 1 bis 180 Tage, schweizweite Spielsperre über das Register. Die Werte sind bei beiden Anbietern vergleichbar, die Handhabung kann sich unterscheiden. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, hat bei beiden Anbietern dasselbe Mindestmass; wer mit hohen Einsätzen spielt, fragt gezielt nach den Limits pro Markt.

Ausländische Anbieter sind kein «bewilligtes» Vergleichssegment, sondern eine eigene Kategorie. Wer dort spielt, verlässt den Schutz des Schweizer Rechts; das ist eine bewusste Entscheidung, kein Nebenprodukt der Suche nach dem «besten» Anbieter.

Woran ein Wettanbieter im Detail gemessen wird

Für 2026 ist der Unterschied zwischen Sporttip und Jouez Sport kein Qualitätsunterschied im Sinn von «besser oder schlechter», sondern ein Angebotsunterschied. Woran ein Spielender diesen Unterschied festmacht, sind die Details, nicht das Logo.

Kriterium Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / bewilligte Aufsicht
Deutschschweiz + Tessin + Liechtenstein Sporttip Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Swisslos, Sitz Basel; Aufsicht Gespa
Romandie Jouez Sport Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Loterie Romande, Lausanne; Aufsicht Gespa
Bruce Bet Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
1xBet 1xBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
Funbet Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
BetLabel BetLabel ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
Gamdom Gamdom ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
Pribet Pribet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
WirWetten WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)

Für Schweizer Spielende ist die Beweilligung Spalte 2 die eigentliche Entscheidung. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, nutzt die erste Zeile; wer in der Romandie wohnt, nutzt die zweite. Wer zwischen den beiden Veranstalterinnen wechseln will, müsste umziehen. Die übrigen acht Zeilen beschreiben keine Auswahl, sondern die Grenze: Sie zeigen, was in der Schweiz nicht als Alternative zur Verfügung steht.

Anbieter im Profil: was die zwei Schweizer Veranstalter konkret bieten

Swisslos Sporttip

Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbaraktion 2020. Sie bedient 19 Deutschschweizer Kantone, das Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein; 2025 hat sie CHF 109 Mio. aus Sportwetten eingenommen, weniger als die CHF 122 Mio. des Vorjahres. Die Identitätsprüfung bei der Online-Registrierung ist obligatorisch, jede Person darf nur ein Konto führen, Minderjährige sind ausgeschlossen.

Das Wettprogramm umfasst Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Prematch und Live, dazu Cash-Out online für vollständige Auszahlungen vor oder während des Spiels. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Quotenboosts und der Kombiboost sind online verfügbar, der Kombiboost staffelt sich nach der Anzahl Voraussagen (5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn, Mindestquote je 1.50). Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette darauf abzielt; sonst endet die reguläre Spielzeit mit dem Schlusspfiff zuzüglich Nachspielzeit.

Wer in 2026 über Sporttip auf Fussball setzt, findet ein Programm, das den internationalen Klubfussball und bewilligte Turniere umfasst; der Afrika-Cup ist während seiner Endrunden Teil dieses Programms. In der Qualifikationsphase sind Qualifikationsspiele nur dann verfügbar, wenn die Gespa-Liste sie für den Wettbewerb führt. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, ist mit dem Mindesteinsatz CHF 1 gut bedient; wer höhere Einsätze wünscht, stösst bei CHF 1’000 pro Einzelwette an die obere Grenze.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie und beschäftigt 221 Mitarbeitende; Sitz des Unternehmens ist Lausanne. Die Spielregeln und das Wettprogramm folgen dem Schweizer Recht und sind mit der Gespa-Liste abgestimmt, der Aufbau entspricht im Wesentlichen dem von Sporttip: Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Prematch und Live, Cash-Out online, Identitätsprüfung bei Registrierung, Verlust- und Einzahlungslimiten, Spielsperre produktbezogen und über das Register.

Die konkreten Spielregeln unterscheiden sich im Detail von Sporttip: Welche Quotenboosts verfügbar sind, wie Cash-Out gehandhabt wird, ob der Kombiboost in derselben Form existiert, sind Punkte, die das Wettprogramm der Romandie beantwortet. Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige bewilligte Adresse; wer zwischen den beiden Veranstalterinnen vergleichen will, vergleicht online, ohne ein Konto zu eröffnen – die öffentlich zugänglichen Programme und Spielregeln reichen für die meisten Punkte.

Ausländische Anbieter: Bruce Bet, 1xBet, Funbet, Boomerang Bet, BetLabel, Gamdom, Pribet, WirWetten

Die übrigen Marken, die einem bei der Suche nach Afrika-Cup-Quoten begegnen, sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Bruce Bet, 1xBet, Funbet, Boomerang Bet, BetLabel, Gamdnwtwt, Pribet und WirWetten betreiben internationale Wettprogramme, die den Afrika-Cup enthalten können; sie sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Lizenzen aus dem Ausland haben hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Gespa führt sie auf ihrer Sperrliste, Schweizer Internetprovider blockieren die Domains per DNS; die Anbieter weichen über neue Domains aus, die Liste wird laufend ergänzt.

Wer dort spielt, hat keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht, im Konfliktfall ausländisches Recht. Wer dort einen Gewinn erzielt, hat in einigen Kantonen wie Thurgau eine steuerliche Frage zu klären, weil ausländische Grossspielgewinne dort als Einkommen gelten. Wer diese Punkte für sich entschieden hat, mag dort spielen; die Werbung in der Schweiz ist verboten (Art. 74 BGS), die Beschreibung dieser Anbieter hier ist keine Empfehlung.

Für den Spielenden in der Schweiz heisst das: Diese acht Marken sind kein Vergleichssegment, sondern die Grenze des Vergleichs. Wer zwischen Swisslos und Loterie Romande wählt, wählt zwischen zwei bewilligten Systemen; wer zu einer ausländischen Marke wechselt, verlässt den bewilligten Markt. Der Vergleich dieser acht untereinander hilft bei der Schweizer Wahl nicht; ihn aufzulisten hilft, die Grenze zu sehen.

Steuern und Auszahlung: was ein Wettgewinn in der Schweiz bedeutet

Wer in der Schweiz 2026 auf den Afrika-Cup wettet und gewinnt, hat eine Frage zu klären, die mit dem Spiel selbst nichts zu tun hat: die Beste des Steuerpflichts. Die Antwort steht im Einkommensteuerrecht, nicht im BGS, und sie lautet in den meisten Fällen: gar nichts. Gewinne aus Schweizer Grossspielen – und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind einkommensteuerfrei bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Liegt der Gewinn darüber, fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % an, die der Veranstalter direkt abzieht und die der Spielende über die Steuererklärung zurückholen kann.

Der Steuerfreibetrag ist nicht einheitlich, sondern folgt einer Bundes- und einer Kantonsschwelle. Die Bundesschwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn (zuvor CHF 1’070’400 in 2025). Die Kantone setzen ihre eigenen Schwellen, und diese fallen unterschiedlich aus. «Je nach Kanton» ist die zutreffende Formel, nicht eine einzige Zahl. Wer wissen will, ob sein Gewinn steuerpflichtig ist, prüft die Schwelle seines Wohnsitzkantons oder fragt die kantonale Steuerverwaltung.

Für die meisten Wetten auf den Afrika-Cup ist die Schwelle irrelevant. Ein typischer Wettgewinn liegt im niedrigen dreistelligen Bereich; eine Quote von 3.40 auf einen Einsatz von CHF 50 zahlt CHF 170, weit unter jeder Schwelle. Wer eine Kombiwette mit hoher Quote und grossem Einsatz trifft, kann in die Nähe der Schwelle kommen; wer ein Langzeit-Turnierergebnis mit hoher Quote trifft, kann sie überschreiten. In beiden Fällen hängt die Steuerfrage am kantonalen Recht.

Ausländische Gewinne sind anders zu behandeln: Sie unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie auszahlt, aber sie sind nach kantonalem Recht steuerbar. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Andere Kantone gehen milder mit ausländischen Gewinnen um. Wer bei einer ausländischen Marke spielt und gewinnt, fragt seinen Kanton oder einen Steuerberater.

Auszahlung: wohin der Gewinn geht

Gewinne und Restguthaben aus Spielerkonten bei Swisslos und Loterie Romande werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen der eigenen oder des eigenen ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen und Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht vorgesehen; Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat diese Schutzmechanismen nicht.

Spielsperre und Limiten: die Details, die 2026 zählen

Die Schutzmechanismen, die 2026 bei Sporttip und Jouez Sport greifen, sind im Detail unterschiedlich kodifiziert. Das BGS gibt den Rahmen vor, die Spielregeln der Anbieter füllen ihn aus. Drei Punkte sind es wert, vor der ersten Wette verstanden zu sein.

Verlustlimiten. Bei Sporttip setzt der Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 für Erwachsene, darunter für Minderjährige kein Zugang. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, um Spontaniklungen im Spielverlauf zu verhindern. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Spielsperre produktbezogen. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer nur Sporttip pausieren will, ohne das gesamte Spielerkonto zu blockieren, nutzt diese Form.

Schweizweite Spielsperre. Eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen; sie gilt auch für Casinos und für Liechtenstein. Die Aufhebung einer freiwilligen Spielsperre ist erst nach drei Monaten möglich (Art. 84 VGS) und nur mit deren Zustimmung einer Fachstelle. Wer sich für eine schweizweite Spielsperre entscheidet, verliert den Zugang zu allen bewilligten Glücksspielen in der Schweiz.

Diese Punkte greifen unabhängig vom Turnier; sie sind nicht AFCON-spezifisch, sondern Teil der Schweizer Regulierung. Wer nur während der Endrunde 2027 wetten will, kann sich für eine produktbezogene Spielsperre nach dem Turnier entscheiden und so die Zeit bis zur nächsten Ausgabe ohne Zugang verbringen. Wer in der Zwischenzeit nichts dem Spielerkonto anvertrauen will, kann die Einzahlungslimite auf null setzen.

Was eine Wette auf den Afrika-Cup 2027 in der Schweiz konkret kostet

Wer in der Schweiz 2026 plant, auf die Endrunde 2027 zu wetten, hat zwei Fragen zu beantworten: Was darf ich überhaupt wetten? Was kostet es mich? Beide Antworten folgen aus der Schweizer Regulierung und dem Wettprogramm der bewilligten Veranstalter.

Was gewettet werden darf: Siegerwetten, Finalwetten, Gruppensiegerwetten, Viertelfinals- und Halbfinalseinzug, sowie Einzelspiele ab dem Tag, an dem der Spielplan feststeht. Die Gespa-Liste muss das Turnier für den jeweiligen Spieltag führen, der bewilligte Veranstalter muss es ins Wettprogramm nehmen. Eckballwetten, Kartenwetten, eSports, virtuelle Sportarten sind in der Schweiz nicht bewilligt – wer danach sucht, sucht ausländische Anbieter.

Was es kostet: Im Mittelfall ist die Marge das, was eine Wette «kostet», gemessen am langfristigen Anteil der Einsätze, der zurückgezahlt wird. Für einen fiktiven Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95.4 %, die Marge also bei rund 4.6 %: Von jedem CHF 1, der auf diesen Markt gesetzt wird, fliessen im Mittel CHF 0’954 zurück, CHF 0’046 bleibt beim Veranstalter. Für die meisten bewilligten Fussballmärkte liegt die Marge in dieser Grössenordnung; sie ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der Konkurrenz zweier Anbieter auf einem engen Markt.

Was eine Kombiwette zusätzlich kostet: Die Marge mehrsteilt quadriert sich nicht, sie addiert sich. Eine Kombiwette aus drei Märkten mit Margen von 4.6 %, 5.0 % und 4.8 % hat eine kombinierte Auszahlungsquote von etwa (1 − 0’046) × (1 − 0.05) × (1 − 0’048) ≈ 0’864, also eine Gesamtmarge von rund 13.6 %. Wer mit kleinen Kombinationen spielt, zahlt diesen Aufschlag, ohne es an einer einzelnen Quote zu sehen. Das ist der Preis der kleineren Wette: höhere Auszahlung im Gewinnfall, höhere Marge im Mittelfall.

Wer den Afrika-Cup 2027 in der Schweiz 2026 als Wettziel wählt, hat damit eine überschaubare Aufgabe: prüfen, ob die Förderbehörde das Turnier auf der Förderliste führt, einen bewilligten Veranstalter im eigenen Vertragsgebiet wählen, Verlustlimits setzen, die Schutzmechanismen kennen, das Wettprogramm beobachten und jede Wette als das behandeln, was sie ist – eine Wette auf einen Ausgang, dessen Wahrscheinlichkeit in der Quote steckt, abgezogen um eine Marge, die der Veranstalter einbehält.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in der Schweiz

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Der Afrika-Cup wird von der Confédération Africaine de Football (CAF) ausgetragen. Die nächste Endrunde ist für 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die letzte Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt, Senegal gewann das Finale 1:0 nach Verlängerung.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen: Swisslos (Sporttip) in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande (Jouez Sport) in der Romandie. Voraussetzung ist, dass die Gespa-Liste den Wettbewerb und die Wettart führt und der Veranstalter den Afrika-Cup ins Programm aufnimmt. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder die Wette selbst auf Verlängerung oder Elfmeterschiessen gerichtet ist. Wer auf den «Spielausgang» setzt, meint in der Regel das Resultat nach 90 Minuten plus Nachspielzeit.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn berechnet sich als Einsatz × (Quote − 1); die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro Wette einbehält. Für einen Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95.4 %, die Marge also bei rund 4.6 %. Bei Kombiwetten addieren sich die Margen der Teilmärkte zur Gesamtmarge.

Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Verlustlimiten setzt der Spielende selbst für 1, 7 und 30 Tage; bei Swisslos maximal CHF 9’999 pro Periode. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Spielsperre ist für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Aufhebung frühestens nach drei Monaten, nur mit Zustimmung einer Fachstelle.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Wettgewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die Bundesschwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (zuvor CHF 1’070’400 in 2025). Die Kantone setzen eigene Schwellen, die unterschiedlich ausfallen – darum «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spielende über die Steuererklärung zurückholen kann.

Verfasst vom Team von „Wettappschweiz”.

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