Copa América Wetten in der Schweiz 2026: Anbieter, Rechte, Kosten, Schutzrahmen
Aktualisiert am 20 Oktober 2026. Bewilligungsstatus wurde gegen das interkantonale Spielrecht und die Gespa-Sperrliste abgeglichen.

Was eine Wette auf die Copa América in der Schweiz kostet, hängt zuerst an einer Frage, die nichts mit Quote oder Form zu tun hat: Wer überhaupt anbieten darf. Der Markt für Sportwetten ist hier kein freier Wettbewerb mit zehn Bewerbern. Er ist auf zwei Veranstalter verengt, und alles, was daneben steht, fällt durch ein anderes Recht. Diese Seite klärt, was erlaubt ist, was es kostet, welche Marge eine Quote auf das Turnier trägt, und wer als Wettender überhaupt mitmachen darf.
Wer nach «Copa América Wetten Schweiz 2026» sucht, sucht in der Regel nach Quoten, Tipps oder einem Wettanbieter für das südamerikanische Turnier. Es findet keine Copa América im Jahr 2026 statt. Das Turnier wird im Vier-Jahres-Rhythmus ausgetragen, zuletzt 2024 in den USA, geplant wieder im Juni und Juli 2028, der Austragungsort steht noch nicht fest. Das ändert die Aufgabe dieser Seite: nicht den nächsten Spieltag begleiten, sondern erklären, was eine Wette auf dieses Turnier in der Schweiz überhaupt ist.
Inhaltsverzeichnis
- Was die Copa América als Wettobjekt ausmacht
- Grundlagen: Warum das Turnier in der Schweiz anders liegt
- Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
- Die zwei Schweizer Veranstalter im Profil
- Was eine Quote auf die Copa América wirklich kostet
- Wie die Regulierung das Wettverhalten prägt
- Spieler- und Finanzschutz im Detail
- Steuern und die Frage des Gewinns
- Werbung, Boni und das Werbeverbot für Unbewilligte
- Wie eine Wette auf die Copa América konkret aussieht
- Die wichtigsten Regeln der Spielregeln auf einen Blick
- Wer im Vorteil ist – und wer nicht
- Wo die eigenen Rechte liegen – und wo nicht
- Häufige Fragen zur Copa América und zu Wetten in der Schweiz
Was die Copa América als Wettobjekt ausmacht
Die Copa América ist das älteste Fussballturnier der Welt und wird seit 1916 von der CONMEBOL ausgetragen. Argentinien führt mit 16 Titeln allein die Rekordliste an. 2024 wurde das Teilnehmerfeld auf 16 Mannschaften erweitert: die zehn CONMEBOL-Verbände und sechs Gäste aus der CONCACAF, die sich über die Nations League 2023/24 qualifizierten. Gespielt wurde in vier Gruppen, im K.-o.-System von Achtel- bis Finale.

Für Wettende auf das Turnier zählt nicht die Geschichte, sondern die Struktur. Die reguläre Spielzeit bei einem Fussballspiel dieser Art umfasst die 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder der Wettgegenstand sie ausdrücklich einschliesst. Bei der Ausgabe 2024 sahen die Regeln so aus: Bei Unentschieden nach 90 Minuten folgte in der Finalrunde direkt das Elfmeterschiessen, nur das Finale wurde verlängert. Wer auf «Sieg in der regulären Spielzeit» wettete, bekam daher bei vielen K.-o.-Partien ein anderes Ergebnis als jemand, der auf «Sieger der Partie» gesetzt hatte.
Das Turnier brachte 2024 die zu erwartenden Geschichten. Argentinien gewann das Endspiel am 14. Juli 2024 in Miami Gardens nach Verlängerung 1:0 gegen Kolumbien und holte den 16. Titel. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez mit fünf Treffern. Wer solche Sätze in Wettform brachte, hatte über das ganze Turnier hinweg ein verhältnismässig enges Spielfeld: 16 Mannschaften, ein Final, ein Torschützenkönig, der aus dem späteren Sieger kam. Das ist keine Formkurve aus fünf Ligen, sondern eine überschaubare Stichprobe, an der sich Buchmacher und Wettende gleichermassen orientieren.
Grundlagen: Warum das Turnier in der Schweiz anders liegt
Eine Wette auf die Copa América ist in der Schweiz kein Markt wie im übrigen Europa. Das hat drei Schichten.

Erste Schicht: nur zwei Veranstalter. Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) bestimmt, dass Sportwetten ein Grossspiel sind und in der Schweiz nur mit einer Bewilligung der interkantonalen Aufsicht veranstaltet werden dürfen. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: die Swisslos (für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein) und die Loterie Romande (für die sechs Westschweizer Kantone). Eine dritte Schweizer Bewilligung für Sportwetten existiert nicht. Wer hierzulande auf eine Sportwette setzt, setzt bei einem dieser beiden Anbieter, oder er setzt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Zweite Schicht: Pflicht zur Identitätsprüfung. Beide Veranstalter prüfen Identität und Adresse ihrer Kunden; pro Person ist nur ein Konto zugelassen, Teilnahme ab 18 Jahren, Wohnsitz im Vertragsgebiet des jeweiligen Anbieters. Wer für die Romandie wohnt, kann sich nicht bei Swisslos online registrieren; wer für die Deutschschweiz wohnt, findet bei Jouez Sport keinen Zugang. Das ist im Gesetz so vorgesehen und nicht eine Marotte des Anbieters.
Dritte Schicht: kein Schweizer Markt für ausländische Marken. Ein Anbieter mit ausländischer Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland) hat in der Schweiz keine Bewilligung. Er fällt nicht unter das BGS und ist nicht an dessen Schutzregeln gebunden. Die Gespa führt eine Sperrliste; Domains darauf werden in der Schweiz per DNS gesperrt. Der Vollzug ist lückenhaft, weil blockierte Domains rasch ersetzt werden, aber die rechtliche Lage ist eindeutig: wer bei einem solchen Anbieter wettet, hat keine Schweizer Schutzregeln zur Seite, keine Spielsperre, kein Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg.
Anderswo ist eine Vorschau auf das Turnier eine Wettseite mit zehn Anbietern und Quotenvergleich. In der Schweiz ist sie eine rechtliche Engführung, bei der jede Empfehlung daran hängt, ob der Anbieter überhaupt mitmachen darf. Die folgenden Abschnitte gehen diesen Engführungen der Reihe nach nach: Wer welche Bewilligung hat, was der Schutzrahmen kostet, welche Marge eine Turnierwette trägt, und welche Anbieter ausserhalb der beiden Bewilligten noch mitlesen.
Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Die folgende Übersicht ordnet die Akteure nach ihrer rechtlichen Stellung. Sie folgt damit genau dem, was das BGS zulässt und was die Gespa beaufsichtigt.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel), Aufsicht Gespa; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Aufsicht Gespa; Produkt Jouez Sport |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| BetOnRed | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
Die Tabelle hält die Trennung sauber, die der Gesetzgeber gemacht hat: zwei Anbieter mit einer Schweizer Grossspiel-Bewilligung unter Aufsicht der Gespa, acht Marken ohne diese Bewilligung. Der Hinweis «ohne Schweizer Bewilligung» bedeutet im Klartext: keine Aufsicht in der Schweiz, keine Spielsperre im hiesigen Register, keine Handhabe bei Streit, und die ausländische Lizenz trägt hier nicht. Er bedeutet nicht, dass die Seite nicht existiert oder dass sie nicht funktioniert; er bedeutet, dass sie ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens arbeitet.
Was eine ausländische Lizenz in der Schweiz wert ist
Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen EU-Staat ändert die Schweizer Rechtslage nicht. Das BGS gilt für die Durchführung von Geldspielen in der Schweiz; eine ausländische Lizenz begründet weder eine Bewilligung noch eine Anerkennung. Wer bei einem solchen Anbieter wettet, schliesst einen Vertrag im Ausland. Im Konfliktfall ist der Schweizer Rechtsweg nicht eröffnet, und die Gespa-Sperrliste kann die Domain ohne Vorwarnung blockieren. Wer seine Wette platziert, sollte wissen, dass seine einzige Handhabe das Recht des Sitzstaates ist, nicht das eigene.
Was ein Eintrag in die Schweizer Sperrliste praktisch bedeutet
Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS-Sperre blockieren. Die Liste wächst; im Jahr 2025 waren es 671 Domains. Eine gesperrte Domain wird oft innert Stunden ersetzt; die Sperrung schreckt mehr ab als sie verhindert. Wer die Sperre umgeht – über VPN, alternative DNS-Server oder einen Nachfolge-Domain – bleibt rechtlich in der gleichen Lage wie ohne Sperre. Die Sperre ist ein Vollzugsinstrument, kein Schutzschild.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Profil
Die folgenden Abschnitte gehen die zwei bewilligten Anbieter mit den Vergleichspunkten durch, die für eine Wette auf ein Turnier wie die Copa América zählen: wer zugelassen ist, wie hoch die Einsätze laufen, welche Märkte angeboten werden, welche Steuern anfallen und wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Plattform liegen.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine der beiden interkantonalen Landeslotterien und führt unter dem Produktnamen Sporttip das Schweizer Sportwettenangebot für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Sitz der Genossenschaft ist Basel; die Bewilligung läuft als Grossspiel unter dem Bundesgesetz über Geldspiele, Aufsicht führt die Gespa. Die Registrierung für ein Online-Konto verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet, Volljährigkeit und eine Identitätsprüfung mit Ausweis-Upload; Adressdatenbanken werden zur Prüfung herangezogen.
Wer Sporttip nutzt, wettet über die Plattform, die zum Zeitpunkt dieser Bewertung 26 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein bedient. Die Spielregeln sind in Version 4.2 verbindlich; Limits, Quoten, Cash-Out und Kombiboost sind dort festgelegt.
Einsatzrahmen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Begründung anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Cash-Out. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, prematch und live, aber ausschliesslich online, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn bei normalem Verlauf, ist abhängig vom Spielstand und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Kombiboost. Der Boost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.
Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts greifen nur online bei Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen ausgewiesenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden einmal nutzbar; Einsatz und Erhöhung sind limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.
Märkte und Livewetten. Sporttip bietet Einzel-, Kombinations-, System- und Livewetten, deren Wette unabhängig davon gilt, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, wertet Swisslos mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidungen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung werden über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine ungewollte Annahme einer solchen Kombination ohne diese Funktion kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Gewinnberechnung. Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten); er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Veranstaltungsabsagen. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks; gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen Einsprache per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Wettende mit Wohnsitz in der Deutschschweiz oder im Tessin, die ein Konto mit voller Identitätsprüfung führen wollen und einen soliden Funktionsumfang ohne ausländische Lizenz suchen, sind mit Sporttip am richtigen Ort. Die Plattform ist die eine Seite des Schweizer Marktes.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt das Sportangebot unter dem Produktnamen Jouez Sport für die sechs Kantone der Romandie: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne. Die Bewilligung läuft unter dem Bundesgesetz über Geldspiele, Aufsicht führt die Gespa. Die Loterie Romande zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet, Volljährigkeit und eine Identitätsprüfung.
Jouez Sport ist über 2’350 Verkaufsstellen physisch präsent und damit die einzige der beiden Marken mit einer breiten Ladenstruktur. Für Wettende in der Romandie, die ihre Tipps am Schalter abgeben oder das Online-Konto mit einer Verkaufsstelle verbinden, ist Jouez Sport die reguläre Adresse. Das Online-Angebot ist auf das Vertragsgebiet beschränkt; wer dort wohnt, erhält Zugang; wer anderswo in der Schweiz wohnt, nicht.
Die Spielregeln und Funktionsumfänge sind im Kern identisch mit Sporttip, da beide Anbieter nach dem gleichen Bundesrecht arbeiten und der gleichen Aufsicht unterstehen. Die Eigenheiten liegen im Detail: lokale Sprache und Aushang, das Händlernetz, die Auszahlungswege an den Verkaufsstellen.
Wettende in der Romandie, die einen Anbieter mit lokaler Präsenz und Schweizer Bewilligung suchen, sind mit Jouez Sport am richtigen Ort. Die Plattform bildet die andere Seite des Schweizer Marktes.
Acht ausländische Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben
Die übrigen acht Marken aus dem Vergleich – Wettigo, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Betscore, FortuneJack, Rabona und Jackbit – sind in der Schweiz nicht bewilligt. Sie sind deshalb in dieser Übersicht nicht wegen ihrer Qualität aufgeführt, sondern weil Schweizer Spieler ihnen im Internet, in Sport-Apps oder über Werbung in Drittstaaten begegnen. Sie sollen hier namentlich auftauchen, damit klar ist, was sie sind: ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Spielsperre-Anschluss, ohne Schweizer Rechtsweg. Über Einsatzgrenzen, Märkte, Quotenboosts oder Bonusbedingungen dieser Anbieter sagen die verfügbaren Angaben für diesen Vergleich nichts aus, und ein leerer Eintrag wäre hier irreführend.
Wettende, die bei einem dieser Anbieter spielen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Gespa-Sperrliste ihre Domain jederzeit aufnehmen kann. Im Konfliktfall bleibt nur das Recht des jeweiligen Sitzstaates; Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden in einigen Kantonen als Einkommen besteuert, anders als Gewinne aus Schweizer bewilligten Wetten. Wer in der Schweiz wettet und den Schutz des Schweizer Rechts sucht, kann bei diesen Anbietern nicht damit rechnen.
Was eine Quote auf die Copa América wirklich kostet
Eine Quote sieht aus wie ein Preis: 5.00 für den Turniersieger, 1.90 auf einen Sieg in einem Vorrundenspiel, 2.50 auf «kommt weiter». Hinter jeder Quote steht eine Marge, die der Buchmacher einbehält. Diese Marge ist die Stelle, an der jede Wette ihren Preis hat, und sie ist die Stelle, an der ein Wettender die Frage stellen sollte: was zahlt dieser Markt eigentlich zurück?
Wie die Marge einer Quote entsteht
Der Buchmacher schätzt für jedes Ereignis Wahrscheinlichkeiten für die möglichen Ausgänge und setzt die Quote so, dass das Produkt aus allen Quoten unter 100 % liegt. Das ist die Stelle, an der die Marge sitzt. Bei einem ausgeglichenen Zweier-Markt mit beiden Seiten bei Quote 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten. Die Rechnung:
- Auszahlungsquote = 1 / (1/1.90 + 1/1.90)
- = 1 / (0.5263 + 0.5263)
- = 1 / 1.0526
- = 0.95
Die Auszahlungsquote liegt damit bei rund 95 %. Die Marge, die der Anbieter einbehält, ist 100 % minus Auszahlungsquote – also rund 5 %. Bei einem Markt mit drei Ausgängen (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) und ähnlichen Quoten liegt die Auszahlungsquote niedriger, die Marge darüber; bei Turnier-Siegerwetten mit dutzenden möglichen Ausgängen streut die Marge deutlich. Eine Marge um 5 % auf einem einfachen Spielmarkt ist ein Band, kein exakter Wert – sie hängt von der Verteilung der Wahrscheinlichkeiten ab und liegt in der Praxis zwischen etwa 2 % und 8 %, je nach Markt, Anbieter und Spielphase.
Was 5 % Marge konkret bedeuten
Bei einer Auszahlungsquote von 95 % zahlt der Markt von jedem eingesetzten Franken 95 Rappen an die Wettenden zurück, 5 Rappen behält der Anbieter. Über viele Wetten mittelt sich das: langfristig verliert der Wettende 5 % seiner Einsätze an die Marge. Das ist keine Aussage über eine einzelne Wette und kein Tipp, sondern eine statistische Aussage über die Kosten der Teilnahme an diesem Markt. Die Marge ist der Preis, den ein Wettender zahlt, um überhaupt wetten zu können; sie ist nicht verhandelbar, sie steckt in der Quote.
Wo die Marge auf Copa-América-Märkten typischerweise liegt
Für ein Turnier wie die Copa Amérique streut die Marge über die Märkte hinweg stark. Sie hängt davon ab, wie viele Ausgänge ein Markt hat und wie schlecht der Buchmacher die Eintrittswahrscheinlichkeiten abschätzt. Einige Anhaltspunkte:
- Spielmärkte (1X2). Bei einem Spiel mit klar verteilten Quoten, etwa 1.55 / 3.80 / 6.50 für Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg, liegt die Auszahlungsquote erfahrungsgemäss zwischen 92 % und 96 %, die Marge also zwischen 4 % und 8 %.
- Turniersieger. Märkte mit vielen möglichen Ausgängen – sechzehn Teams, von denen jedes den Titel holen kann – tragen oft eine höhere Marge, weil der Buchmacher jedes einzelne Risiko absichert und der Wettende eine breite Auswahl hat. Die Marge liegt hier erfahrungsgemäss über 10 %, bei Anbietern mit knapper Kaderstruktur auch darüber.
- Torschützenkönig, Tore, Kartenecken. Spezialmärkte tragen oft noch höhere Margen, weil sie schwieriger zu schätzen sind und das Wettvolumen kleiner ist; Spitzmärker kalkulieren sie mit Sicherheitsaufschlag.
- Livewetten. Livemärkte während eines laufenden Spiels tragen tendenziell höhere Margen als Prematch-Märkte, weil die schnelle Anpassung mehr Spielraum lässt.
Eine Marge von 5 % auf einem einfachen Spielmarkt ist ein guter Anhaltspunkt. Wer ein Turnier über mehrere Märkte hinweg spielt, sieht am Ende einen Mix aus niedrigeren und höheren Margen. Eine Wette zu finden, bei der die Marge klein und die Quote gross ist, bleibt Glückssache im Detail; über das ganze Wettjahr hinweg ist die Marge der einzige Hebel, an dem sich der Erwartungswert eines Wettenden verschiebt.
Wie viel kostet das den Wettenden konkret
Ein einfaches Rechenbeispiel: 100 Wetten zu je CHF 10 auf einem ausgeglichenen Markt mit 1.90 / 1.90 und einer Marge von rund 5 %. Über diese 100 Wetten liegt die erwartete Auszahlung bei rund CHF 950; der Einsatz liegt bei CHF 1’000. Der erwartete Verlust liegt bei etwa CHF 50, das sind 5 % des Einsatzes. Wer stattdessen auf Spezialmärkten mit 12 % Marge wettet, erwartet bei gleichem Einsatz einen Verlust von etwa CHF 120 – mehr als das Doppelte. Die Marge entscheidet darüber, was vom Einsatz übrig bleibt.
Wie die Regulierung das Wettverhalten prägt
Die Regulierung ist nicht Beiwerk; sie setzt den Rahmen, in dem gewettet wird. Wer in der Schweiz wettet, hat es mit einer kleinen, geschlossenen Anbieterlandschaft zu tun, in der jeder Schritt dokumentiert und nachprüfbar ist. Was das in der Praxis bedeutet, fassen die folgenden Punkte zusammen.
Identitätsprüfung bei Kontoeröffnung. Jede Registrierung bei Swisslos oder Loterie Romande verlangt einen Ausweis-Upload, einen Abgleich mit Adressdatenbanken und die Bestätigung des Wohnsitzes im Vertragsgebiet. Die Identitätsprüfung ist die Grundlage dafür, dass Spielsperren, Verlustlimiten und Auszahlungen auf das eigene Konto funktionieren; ohne sie gibt es kein Konto und keine Wette. Wer diese Prüfung nicht möchte, kann bei den bewilligten Anbietern nicht spielen.
Verlustlimiten vor der ersten Wette. Bevor ein Konto überhaupt eine Wette platzieren darf, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite für das Tageslimit liegt bei CHF 9’999, für Minderjährige unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Wer mit einem Konto wettet, hat damit drei Hebel zur Hand, an denen er die eigene Aktivität dämpfen kann, bevor die erste Wette platziert wird.
Spielsperre und Sperrregister. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen; sie gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer in diesem Register steht, kann weder bei Swisslos noch bei Loterie Romande noch in einem Schweizer Casino spielen. Die Spielsperre ist die Schweizer Variante einer Selbstsperre mit Bindung über Produktgrenzen hinweg.
Auszahlung nur auf das eigene Konto. Gewinne und Restguthaben werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt – eine Auszahlung an Dritte oder in Kryptowährungen gibt es bei den bewilligten Anbietern nicht. Wer auf ein fremdes Konto auszahlen lassen will, kann das bei den Schweizer Anbietern nicht tun. Die Auszahlungspraxis ist ein Grund dafür, dass die Verfolgung von Geldflüssen möglich bleibt.
Wer als Beteiligter nicht wetten darf. Sportler, die an einem Wettereignis selbst beteiligt sind, dürfen auf dieses Ereignis nicht wetten – eine Sperre, die im Schweizer Recht ausdrücklich verankert ist und verhindert, dass die Beteiligten ihre eigenen Leistungen quotieren.
Keine Kreditierung von Spieleinsätzen. Das BGS verbietet die Kreditierung von Spielteilnahme ausdrücklich. Wetten werden mit eigenem Geld und aus eigenem Guthaben finanziert; ein «Wetten auf Pump» ist im bewilligten Markt nicht möglich.
Spieler- und Finanzschutz im Detail
Verlustlimiten und ihre Mechanik
Verlustlimiten werden, wie oben dargestellt, vor der ersten Wette gesetzt; sie umfassen den Zeitraum eines Tages, einer Woche und eines Monats und gelten für die Summe der Einsätze und Nettoverluste. Senkungen werden sofort wirksam, Erhöhungen erst nach 72 Stunden – eine Schutzfrist, in der ein impulsiver Entschluss, das Limit wieder hochzuschrauben, sich abkühlen kann. Wer eine Oberlimite von CHF 9’999 setzt, kann im Tag bis zu diesem Betrag verlieren; wer das Limit auf CHF 50 setzt, kann entsprechend weniger verlieren. Die Mechanik wirkt nur, wenn das Limit auch tatsächlich gesetzt wird; die Voreinstellung bei der Registrierung ist nicht null.
Freiwillige Einzahlungslimite
Zusätzlich zu den Verlustlimiten gibt es die freiwillige Einzahlungslimite, die für jeweils 30 Tage gilt. Sie betrifft das Guthaben, das eingezahlt wird, nicht das, was als Gewinn auf dem Konto liegt. Die Einzahlungslimite ist eine weitere Bremse: Wer im Monat nur CHF 200 einzahlen kann, kann auch nur diese CHF 200 in Wetten umsetzen, selbst wenn auf dem Konto durch einen früheren Gewinn mehr liegt.
Selbstsperre und Wartefristen
Wer sich selbst sperrt, kann zwischen 1 und 180 Tagen Sperrdauer wählen; eine Sperre von weniger als drei Monaten kann nach Ablauf wieder aufgehoben werden, eine längere Sperre erst nach einer Wartefrist, an der eine Fachstelle beteiligt ist. Die unbefristete Sperre wird in das Schweizer Sperrregister eingetragen und gilt für Casinos, Online-Casinos und alle Lotterieprodukte; im Schweizer Schutzraum ist sie eine harte Grenze.
Wer nicht wettet: Minderjährige und Gesperrte
Minderjährige unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer im Sperrregister steht, hat keinen Zugang. Wer eine Wette platziert, ohne diese Voraussetzungen zu erfüllen, macht keinen gültigen Vertrag; eine Auszahlung erfolgt in solchen Fällen nicht.
Steuern und die Frage des Gewinns
Wer auf die Copa América wettet, fragt irgendwann, was vom Gewinn übrig bleibt, wenn das Finanzamt mitredet. Die Antwort in der Schweiz ist spezifisch: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund legt den Freibetrag fest – ab dem 1.1.2026 liegt er bei CHF 1’071’000 pro Gewinn; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone setzen ihre eigenen Freibeträge, die je nach Kanton tiefer liegen. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.
Praktisch bedeutet das: Wer mit einer Fussballwette CHF 200, CHF 2’000 oder CHF 20’000 gewinnt, liegt unter jedem plausiblen Freibetrag und zahlt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Wer mit einer Einzelwette über dem Freibetrag gewinnt – etwa einer Langzeitwette auf den Turniersieg mit hoher Quote und hohem Einsatz –, zahlt auf den übersteigenden Teil 35 % Verrechnungssteuer, die als zu viel bezogene Steuer in der Steuererklärung zurückverlangt werden kann. Bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen gilt die kantonale Praxis; im Kanton Thurgau etwa sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe steuerbares Einkommen, eine Regelung, die sich von der Bundesregel unterscheidet und bei einer Wette bei einem ausländischen Anbieter ins Gewicht fallen kann.
Die Frage, ob auf den Einsatz eine Wettsteuer erhoben wird, lässt sich für die Schweiz eindeutig beantworten: nein. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz; die einzige Steuer, die ins Spiel kommt, ist die Verrechnungssteuer auf Gewinne über dem Freibetrag. Die Wettsteuer, die in anderen Ländern auf den Einsatz erhoben wird, ist hier nicht zu kalkulieren.
Werbung, Boni und das Werbeverbot für Unbewilligte
Das BGS verbietet Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind (Art. 74 Abs. 3); Zuwiderhandlung wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Werbung für bewilligte Spiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige gerichtet sein und nicht gesperrte Personen ansprechen. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für die Swisslos erteilt. Wer eine Werbung für einen ausländischen Anbieter sieht, sollte sie nicht als Empfehlung lesen – die Werbung selbst ist bereits ein Verstoss gegen das Schweizer Recht. Wer eine Werbung für einen bewilligten Anbieter sieht, kann davon ausgehen, dass die Werbung von der Gespa im Rahmen bewilligt ist, soweit Gratiswetten oder Guthaben beworben werden.
Was Boni bei den bewilligten Anbietern konkret heissen
Boni sind nicht Werbegeschenke, sondern Wettvorteile unter Bedingungen. Bei Sporttip gilt das Muster:
- Kombiboost. Ein Bonus auf den Nettogewinn von Kombinationswetten, der nur greift, wenn mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote je mindestens 1.50 kombiniert werden. Die Staffel reicht von 5 % bei vier Voraussagen bis 100 % bei fünfzehn. Der Boost ist an die Auszahlung gebunden; bei Cash-Out verfällt er. Wer ihn nutzt, sollte die Mindestquote und die Mindestanzahl Voraussagen im Auge behalten, sonst greift er nicht.
- Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts wirken auf Prematch-Einzelwetten, Profitboosts auf den Nettogewinn eines definierten Ereignisses. Beide sind pro Wettenden einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei Cash-Out verfällt der Boost.
- Was nicht beworben wird. Bei Cash-Out-Wetten oder bei Wetten, deren Ausgang bereits eingetreten ist, wertet Sporttip die Wette mit Quote 1.00; der Boost verfällt. Wetten, deren Ereignis abgesagt wird, erhalten die Quote 1.00, der Boost verfällt.
Wer diese Boni annimmt, sollte wissen: Sie ersetzen keine Recherche und keine fundierte Auswahl der Spiele. Sie verändern die Auszahlung einer Wette, die ohne sie auch stattgefunden hätte. Wer ohne den Boost auf dasselbe Spiel gesetzt hätte, kann mit dem Boost einen leicht höheren Erwartungswert haben – unter der Bedingung, dass der Boost wirklich greift. Wer seinen Einsatz so umstellt, dass er den Boost mitnimmt, ändert seine Wettstrategie und damit das Risiko.
Wie eine Wette auf die Copa América konkret aussieht
Eine Wette auf das Turnier läuft über vier Schritte: Auswahl des Marktes, Setzen der Quote, Platzieren der Wette, Abrechnung. Die folgenden Punkte fassen zusammen, wie der Ablauf bei Swisslos Sporttip aussieht; bei der Loterie Romande Jouez Sport ist der Ablauf im Wesentlichen identisch, mit dem Unterschied, dass die Verkaufsstellen als zusätzlicher Kanal zur Verfügung stehen.
Marktauswahl. Sporttip führt eine Auswahl an Turnierwetten auf die Copa América: Sieger des Turniers, Gruppensieger, «kommt weiter» pro Runde, Spielsiege in der Vorrunde, Torschützenmärkte. Welche Märkte im Einzelfall angeboten werden, hängt von der Spielphase und der Verfügbarkeit der Daten ab; die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe und Wetttypen ist die Grundlage.
Quoten und Auszahlung. Die Quote wird im Wettschein angezeigt; der Gewinn errechnet sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Produkt der Einzelquoten). Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Platzierung und Bestätigung. Die Wette wird online oder an einer Verkaufsstelle platziert; die Annahme wird bestätigt, der Einsatz wird vom Konto abgebucht. Eine Annahme über dem Höchsteinsatz (CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette) wird nicht vorgenommen; eine Wette mit Quote unter 1.10 wird nicht angenommen.
Abrechnung und Auszahlung. Nach Abschluss des Ereignisses wird die Wette ausgewertet; bei einem Gewinn wird der Betrag dem Konto gutgeschrieben, bei Verlust verfällt der Einsatz. Wird das Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die Voraussage die Quote 1.00. Eine Auszahlung verlangt ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers; Auszahlungen auf Drittkonten oder in Kryptowährungen sind nicht möglich. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.
Wann Cash-Out sinnvoll ist – und wann nicht
Cash-Out klingt nach einem Sicherheitsventil: Man holt einen Teil des Gewinns vor Schluss des Spiels heraus, statt auf das offene Ergebnis zu warten. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, prematch und live, online, nur als vollständiges Cash-Out, nicht für jeden Markt garantiert. Der angebotene Betrag ist kleiner als der mögliche Gewinn bei normalem Verlauf, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Einmal ausgeführt, lässt sich Cash-Out nicht rückgängig machen. Wer Cash-Out nutzt, sollte sich klarmachen, dass es kein «Gewinn ohne Risiko» ist – der Buchmacher behält weiterhin seine Marge, und die Differenz zwischen Cash-Out-Betrag und möglichem Gewinn ist der Preis dafür, dass man das offene Ergebnis nicht abwarten will.
Wann Livewetten auf ein Copa-América-Spiel sinnvoll sind
Livewetten bei Sporttip gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer auf ein laufendes Spiel wettet, sollte darauf achten, dass die Wette nicht nach dem eigentlichen Eintritt des Ausgangs platziert wird – in dem Fall wertet Sporttip die Wette mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückerstattet. Bei spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder einer VAR-Entscheidung kann Sporttip Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, sollte im Wettschein prüfen, ob die Übertragung tatsächlich läuft, ob die Quote sich noch bewegt, und ob die Wette im richtigen Moment platziert wurde.
Wie eine Kombiwette auf das Turnier funktioniert
Eine Kombiwette fasst mehrere Voraussagen zu einem Wettschein zusammen; der Gewinn ergibt sich aus dem Produkt der Einzelquoten. Je mehr Voraussagen, desto höher die Gesamtquote und desto höher der mögliche Gewinn – aber desto unwahrscheinlicher wird der Eintritt aller Voraussagen zugleich. Der Kombiboost bei Sporttip erhöht den Nettogewinn pro zusätzlicher Voraussage, staffelt von 5 % bei vier auf 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Wer Kombinationen nutzt, sollte die Mindestquote 1.50 pro Voraussage im Auge behalten; wer darunter liegt, löst den Boost nicht aus.
Spezialfall: Wetten mit abhängigen Ereignissen
Wer auf zwei oder mehr Ereignisse desselben Spiels wetten will – etwa «Heimsieg» und «über 2.5 Tore» auf ein Vorrundenspiel –, kann das bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Eine Kombination solcher Wetten ohne diese Funktion nimmt Sporttip nicht an; falls irrtümlich angenommen, kann Sporttip die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Die wichtigsten Regeln der Spielregeln auf einen Blick
Die Sporttip-Spielregeln in Version 4.2 fassen eine Reihe von Punkten, die für jede Wette auf die Copa América gelten, in einer Liste zusammen. Wer die Regeln nicht kennt, kann an den folgenden Stellen überrascht werden:
- Reguläre Spielzeit umfasst 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst der Wettgegenstand sind. Bei der Copa América 2024 fiel das Finale in die Verlängerung; eine Wette auf «Sieg nach 90 Minuten» wäre daher verloren gegangen, obwohl Argentinien gewann.
- Abgesagte und verschobene Ereignisse. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden (oder im Turnier-Zeitrahmen) nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückerstattet; in Kombinationen geht die betroffene Voraussage mit Quote 1.00 in die Rechnung ein.
- Wetten nach Ereigniseintritt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Ausgangs platziert werden, wertet Sporttip mit Quote 1.00. Das gilt explizit auch für spielentscheidende Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder eine VAR-Entscheidung.
- Cash-Out ist einseitig. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn, hängt vom Spielstand ab, kann von Swisslos jederzeit geändert werden und wird nicht für jeden Markt garantiert. Einmal ausgeführt, lässt sich Cash-Out nicht rückgängig machen.
- Gewinne verfallen nach 26 Wochen. Wer einen Gewinn nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend macht, verliert ihn zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer gegen eine verweigerte Auszahlung vorgehen will, hat 10 Tage Zeit für eine Einsprache per eingeschriebenem Brief.
Wer im Vorteil ist – und wer nicht
Die folgende Übersicht fasst die Position jedes Anbieters für eine Wette auf die Copa América zusammen; sie ergänzt den Abschnitt «Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf» um die wichtigsten Stärken und Schwächen.
- Swisslos Sporttip. Schweizer Grossspiel-Bewilligung, einzige reguläre Adresse für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Stark im Funktionsumfang (Kombiboost, Quotenboosts, Cash-Out, Bet-Builder), schwächer in der Verfügbarkeit für Wettende ausserhalb des Vertragsgebiets. Wer dort wohnt, findet hier die reguläre Plattform.
- Loterie Romande Jouez Sport. Schweizer Grossspiel-Bewilligung, einzige reguläre Adresse für die Westschweiz. Präsenz in 2’350 Verkaufsstellen, die im Schweizer Vergleich einmalig ist. Funktionsumfang im Wesentlichen wie bei Sporttip.
- Acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Wettigo, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Betscore, FortuneJack, Rabona, Jackbit. Sie sind keine Ausweichmöglichkeit für Schweizer Wettende, sondern ein paralleler Markt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens. Wer dort spielt, ist auf das Recht des Sitzstaates angewiesen und kann jederzeit von der Gespa-Sperrliste erfasst werden.
- Beide Schweizer Anbieter im Vergleich. Der Hauptunterschied ist das Vertragsgebiet: Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nur bei Sporttip online spielen; wer in der Romandie wohnt, nur bei Jouez Sport. Beide arbeiten nach dem gleichen Bundesrecht und unter der gleichen Aufsicht; Funktionsumfang, Limits und Spielregeln sind weitgehend deckungsgleich.
Wo die eigenen Rechte liegen – und wo nicht
Wer in der Schweiz wettet, hat einen klaren Schutzrahmen – aber nur, wenn er bei einem bewilligten Anbieter spielt. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was im Schutzraum gilt und was ausserhalb:
- Im Schutzraum (Swisslos, Loterie Romande). Identitätsprüfung, Verlustlimiten, Spielsperre mit Registereintrag, Auszahlung auf das eigene Konto, Aufsicht durch die Gespa, Beschwerdemöglichkeit bei der Aufsichtsbehörde. Wer hier spielt, kann sich auf das BGS verlassen.
- Ausserhalb des Schutzraums (acht ausländische Anbieter). Keine Schweizer Bewilligung, keine Identitätsprüfung nach Schweizer Standard, keine Verlustlimiten nach Schweizer Mechanik, keine Spielsperre mit Schweizer Registereintrag, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerdestelle. Wer hier spielt, ist auf das Recht des Sitzstaates angewiesen, im Konfliktfall allenfalls auf das Recht des Schweizer Strafrechts – das bei Streitigkeiten zwischen Anbieter und Spieler in der Regel nicht greift. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain jederzeit blockieren, was den Zugang von heute auf morgen einschränken kann.
Eine Seite wie diese kann nicht die Frage beantworten, ob ein bestimmter Anbieter im konkreten Fall vertrauenswürdig ist. Sie kann aber die Strukturen offenlegen, innerhalb derer ein Wettender entscheidet. Wer diese Strukturen kennt, fällt Entscheidungen, die zu seinem Wissen passen – und nicht zu Werbeversprechen, die in einem anderen Rechtsraum gemacht wurden.
Häufige Fragen zur Copa América und zu Wetten in der Schweiz
Findet 2026 eine Copa América statt, oder ist die Jahreszahl nur das Veröffentlichungsjahr?
Die Copa América wird alle vier Jahre ausgetragen. Die letzte Ausgabe fand vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA statt, die nächste ist für Juni und Juli 2028 geplant. Eine Copa América im Jahr 2026 gibt es nicht; die Jahreszahl im Suchbegriff steht für das Veröffentlichungsdatum dieses Textes, nicht für einen Turniertermin.
Wann war die letzte Copa América, und wann ist die nächste Ausgabe geplant?
Die letzte Copa América wurde 2024 in den USA ausgetragen; Argentinien gewann das Finale am 14. Juli 2024 in Miami Gardens nach Verlängerung 1:0 gegen Kolumbien. Die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 geplant; der Austragungsort ist noch nicht entschieden, alle zehn CONMEBOL-Verbände sind automatisch qualifiziert.
Wer darf in der Schweiz Wetten auf Länderturniere wie die Copa América anbieten?
In der Schweiz dürfen nur die Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten – beide mit einer Bewilligung nach dem Bundesgesetz über Geldspiele und unter Aufsicht der Gespa. Jede andere Marke, gleich mit welcher ausländischen Lizenz, hat in der Schweiz keine Bewilligung und kann über die Gespa-Sperrliste geblockt werden.
Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei der Abrechnung einer Turnierwette behandelt?
Bei Swisslos und Loterie Romande umfasst die reguläre Spielzeit die 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst der Wettgegenstand sind. Bei der Copa América 2024 wurde im K.-o.-System der Finalrunde direkt das Elfmeterschiessen angewendet, nur das Finale wurde zuvor verlängert. Wer auf «Sieg in der regulären Spielzeit» wettete, hatte bei vielen K.-o.-Partien ein anderes Ergebnis als jemand, der auf «Sieger der Partie» setzte.
Wie lässt sich einschätzen, ob die Marge in einer Quote auf den Turniersieger hoch oder niedrig ist?
Eine Marge lässt sich nicht direkt aus der Quote ablesen, sondern nur aus dem Verhältnis aller Quoten zueinander. Für einen Markt mit n Ausgängen gilt: Auszahlungsquote = 1 / (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ); die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote. Bei einem ausgeglichenen Zweier-Markt mit 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 % und die Marge bei rund 5 %. Bei Turniersiegermärkten mit vielen Ausgängen liegt die Marge erfahrungsgemäss über 10 %. Wer die Quoten aller möglichen Ausgänge zusammenzählt, kann die Marge selbst nachrechnen; ein niedrigerer Wert bedeutet eine bessere Auszahlung für den Wettenden.
Welche Verlustlimiten und Sperren gelten bei Sporttip und Jouez Sport für alle Wettenden?
Vor der ersten Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden (Oberlimite CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Eine Selbstsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Sperrregister eingetragen und gilt auch für Schweizer Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Erstellt vom Redaktionsteam „Wettappschweiz”.
