Australian Open in der Schweiz wetten: was 2026/27 erlaubt ist und welche Quoten fairer sind

Updated Oktober 2026
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Stand: 20 Oktober 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste bewilligter Wetten und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.

Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, findet keine internationalen Buchmacher vor. Das Geldspielgesetz lässt für Grossspiele nur zwei Veranstalter zu: einen für die Deutschschweiz und das Tessin, einen für die Romandie. Was bleibt, ist die Frage: Was kann jeder von ihnen zum Turnier anbieten, was kostet es, und was steht im Kleingedruckten, das zwischen Sonntagabend und Montagmorgen über eine Auszahlung entscheidet? Der folgende Vergleich ordnet die beiden bewilligten Anbieter sowie acht ausländische Marken ein, die Schweizerinnen und Schweizer im Netz treffen, hier aber ohne Bewilligung laufen.

Überblick: das Turnier, das Wettfenster, die Spieler

Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und werden seit dem Wechsel auf den Januar-Termin 1987 jeden Januar in Melbourne ausgetragen. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet – ein mittelschneller Hartplatz, der Aufschläger begünstigt und lange Ballwechsel bestraft, wer zu früh richtig liegt. Rekordsieger der Open Era ist Novak Djokovic mit zehn Titeln im Herreneinzel, Serena Williams hält bei den Damen mit sieben Titeln den Rekord. Margaret Courts elf Einzeltitel stammen teilweise aus der Zeit vor 1969 und zählen in der Open-Era-Statistik nicht mit.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Das Grand-Slam-Turnier im Melbourne Park dauerte vom 18. Januar bis 1. Februar 2026.

Gewettet wird über zwei Wochen auf praktisch jeden Profi-Matchkalender, der in Melbourne stattfindet: Hauptfeld-Einzel ab Runde eins, Doppel, Mixed, Junioren, Rollstuhltennis, Qualifikation. Wer «Sonntagabend, Australien» googelt, landet meist in der Endphase des Turniers – die Hauptattraktion liegt aber eine Woche vorher, wenn die ersten Livewetten greifen und Achtelfinal-Quoten erstmals auf alle Spielerinnen und Spieler verfügbar werden.

Eine Besonderheit trägt das Regelwerk für Schweizerinnen und Schweizer wichtig weiter: Bei den Damen wird über zwei Gewinnsätze gespielt, bei den Herren über drei. Im Entscheidungssatz wird kein traditioneller Tiebreak bis 7 gespielt, sondern ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Für eine Wette auf Satz ist das ein anderer Endpunkt als in Wimbledon oder bei den French Open, und es verschiebt die Handicaps.

Rechtslage in der Schweiz: zwei Veranstalter, geschlossene Märkte

Die Rechtslage ist für Schweizerinnen und Schweizer ungewöhnlich eng. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinn des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben für Sportwetten und Lotterien zwei Veranstalter festgelegt. Weitere Schweizer Bewilligungen gibt es nicht; die Gespa führt keine Liste bewilligter Online-Buchmacher, sondern eine Sperrliste ausländischer Domains, die per DNS blockiert werden.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Beide Veranstalter sind Genossenschaften, keine privatwirtschaftlichen Buchmacher:

Wer in Genf wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren; wer in Zürich wohnt, kann kein Konto bei Jouez Sport eröffnen. Diese Zweiteilung gehört zum Design des Marktes und ändert sich nicht im Januar.

Werbung, Boni und Steuern

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen (Art. 74 BGS), und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) – Busse bis CHF 500’000 (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS).

Steuerlich sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; der Bund legt ihn ab 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest (2025: CHF 1’070’400), die Kantone setzen eigene, oft tiefere Schwellen, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet. Über der Schwelle werden 35 Prozent Verrechnungssteuer vom Veranstalter abgezogen und können via Steuererklärung zurückgefordert werden. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Gewinne aus ausländischen Wetten sind im Kanton Thurgau voll steuerpflichtig, in anderen Kantonen je nach Praxis.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre, Registrierung

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage – Obergrenze CHF 9’999 pro Spitzenwert, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (gesetzlich wären 24 Stunden möglich, Swisslos und Loterie Romande setzen intern 72 Stunden). Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Die Gespa schreibt das Limitensystem nur vor, die Höhe setzen die Spielenden selbst.

Die Spielsperre lässt sich produktbezogen selbst setzen – bei Swisslos für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos inklusive Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss jeder Bewilligte anbieten (Art. 89 VGS). Wer wegen Überschuldung oder Spielsucht gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identifikation läuft über Ausweis-Upload; Daten werden gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Gewinne und Saldo werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es in der bewilligten Schweizer Wettwelt nicht. Kreditierung an Spielerinnen und Spieler ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Wettarten und Quoten beim Tennis

Beim Tennis tragen sich Spielverlauf, Quote und Wettmechanik gegenseitig. Wer hier ohne Vokabular liest, übersieht den entscheidenden Unterschied zwischen Anbieter und Markt.

Die drei wichtigsten Wettformen auf einen Match:

Eine Kombinationswette multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote. Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote (bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet). Höhere Gesamtquoten kosten mehr Marge, weil jedes Bein bereits eine Marge trägt und die Multiplikation sie kumuliert.

Für die Australian Open 2026 als Beispiel: Carlos Alcaraz entschied das Herren-Einzel für sich, Jelena Rybakina das Damen-Einzel. Quoten auf diese Endspiele standen ab Achtelfinal-Phase, mit jeweils einseitigen Tendenzen zugunsten der späteren Sieger. Wer vor dem Turnier auf Rybakina wettete, bekam dafür eine deutlich höhere Quote als wer erst im Halbfinal setzte – das ist kein Trick, das ist Wahrscheinlichkeitsveränderung über die Turnierzeit.

Cash-Out

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass jeder Markt Cash-Out anbietet. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer mit Cash-Out arbeitet, akzeptiert einen Abschlag im Tausch gegen vorzeitige Sicherheit.

Quotenboost und Kombiboost

Ein Quotenboost erhöht die Quote einer Einzelwette auf eine Voraussage. Ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines Ereignisses um einen Prozentsatz. Beide sind Sporttip-Begriffe und nur online, pro Wettenden nur einmal nutzbar. Der Kombiboost schliesslich gilt für Kombinationen mit mindestens vier Voraussagen, jede mit Quote 1.50 oder höher: 5 Prozent Bonus auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn, 100 Prozent bei fünfzehn. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Wer auf vier Beine setzt und alle gewinnen, bekommt also nicht nur das Produkt der Einzelquoten ausgezahlt, sondern einen Bonus obendrauf – innerhalb der Limite.

Was die Marge der Quote bedeutet

Eine Quote 2.10 auf Spielerin A und 1.75 auf Spielerin B impliziert: 1 ÷ (1/2.10 + 1/1.75) = 1 ÷ (0’476 + 0’571) = 1 ÷ 1’047 = 0’955. Das heisst: 95.5 Prozent der Einsätze werden über die Gewinne zurückgezahlt, 4.5 Prozent behält der Veranstalter als Marge. Bei einem Tennismatch mit zwei spielbaren Ausgängen wirkt die Marge klein. Bei Handicap-Märkten oder Over/Under-Spielen mit drei oder mehr Ausgängen addieren sich die Margen schneller.

Beispielrechnung: Marge einer Zweiweg-Wette

Eine Zweiweg-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 ist absichtlich symmetrisch und macht die Mechanik sichtbar: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0’526 + 0’526) = 1 ÷ 1’053 = 0’950. Die Auszahlungsquote liegt bei 95 Prozent, die Marge bei 5 Prozent. Bei Quoten 1.85 / 1.95 sinkt die Auszahlungsquote leicht: 1 ÷ (0’541 + 0’513) = 0’950. Eine Verschiebung der Quoten um 5 Cent bei sonst symmetrischer Ausgangslage ändert die Marge kaum – ein gesunder Markt hat zwischen 2 und 6 Prozent Marge auf Sieg-Wetten. Liegt die Marge über 8 Prozent, lohnt ein Vergleich mit dem anderen Anbieter.

Wie sich Quoten entwickeln

Quoten werden nicht einmal gesetzt und bleiben stehen. Sie bewegen sich mit neuen Informationen: Verletzung einer Spielerin, Wetterumschwung in Melbourne, Formkurve der letzten Wochen. Wer mittwochs auf ein Match am Freitag wettet, sieht meist eine andere Quote als wer freitagmorgens setzt – die Veranstalter reagieren auf Geldströme. Bei grossen Matches (Alcaraz gegen Djokovic im Halbfinal, Swiatek gegen Sabalenka) sind die Quoten vor Anpfiff am stabilsten, weil genug Volumen über beide Seiten läuft.

Das Turnier, der Spielplan, das Wettfenster

Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt. Der Spielplan über zwei Wochen folgt einem festen Raster: erste Runde ab Montag, Hauptfeld-Einzel ab Dienstag, Achtelfinal ab Tag 7, Viertelfinal ab Tag 9 oder 10, Halbfinal ab Tag 12, Finale am 13. Tag (Herren). Damen-Final Samstag, Herren-Final Sonntag. Während der Qualifikationswoche vor dem Hauptfeld laufen Livewetten eingeschränkt – auf wenige Spielerinnen und Spieler, dafür oft mit überhöhten Marge, weil der Veranstalter weniger Informationen hat.

Wer auf einzelne Partien wettet, sollte den Spielplan kennen – nicht nur aus Tennis-Sicht, sondern aus Wettsicht. In der ersten Woche gibt es viele Spiele parallel, oft vier Grand-Slam-Courts gleichzeitig; in der zweiten Woche nur noch die Top-Acht. Die Quoten auf die späteren Runden werden erst sichtbar, wenn die vorherigen Spiele abgerechnet sind. Hauptfeld-Spiele der ersten Runde schliessen oft erst gegen 5 Uhr Schweizer Zeit, weil Melbourne 10 Stunden voraus ist. Wer montags um 6 Uhr auf ein Sonntag-Abend-Spiel wetten will, hat keinen Markt.

Wetten auf das gesamte Turnier sind Long-Shot-Wetten: Wer vor Turnierstart auf den Turniersieger setzt, akzeptiert eine hohe Quote und ein hohes Verlustrisiko. 2019 lag die Quote auf Djokovic bei 2.10, auf Nadal bei 6.50, auf Pliskova bei 17.00. Wer eine dieser Wetten hält, muss Djokovic siegen sehen, um die Wette zu gewinnen; jede Niederlage vor dem Halbfinal schickt den Schein zurück. Die meisten ausländischen Anbieter haben ähnliche Outright-Märkte; bei Sporttip sind sie kleiner, weil das Volumen pro Spieltiefe nicht reicht.

Anbieter im Vergleich: zwei Schweizer Bewilligungen, acht Marken ohne

Die beiden Schweizer Veranstalter (Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport) sind die einzigen Anbieter, die in der Schweiz eine Bewilligung für Sportwetten haben. Acht ausländische Marken – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo – sind ohne Schweizer Bewilligung. Sie werden hier aufgeführt, weil Schweizerinnen und Schweizer im Netz auf sie stossen, und sie sind gleich zu kennzeichnen, was die Schweizer Rechtslage angeht: ohne Bewilligung kein Schweizer Sperrregister-Anschluss, keine Schweizer Sperrliste-Sicherheit, ausländische Regeln, Schweizer Rekurs null. Wer dort spielt, nimmt das bewusst in Kauf.

Die folgende Einordnung fasst die Bewilligungslage nach Marke zusammen:

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter
Swisslos Sporttip bewilligt (Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport bewilligt (Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
BassBet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
Betovo ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt, ausländisch

Acht Marken mit identischer Bewilligungslage aufzuführen wirkt repetitiv – sie sind repetitiv. Wer einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nutzt, hat bei jedem dieser acht dieselbe Ausgangslage: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Sperrregister, ausländische Regeln und im Konfliktfall kein Schweizer Rekurs. Es gibt innerhalb dieser Gruppe unterschiedliche Profile (Curacao-Lizenz versus EU-Lizenz, Gibraltar versus Malta), aber für die Frage, was in der Schweiz gilt, ist die Antwort für alle gleich: ohne Bewilligung.

Swisslos Sporttip – der eine Anbieter für die Deutschschweiz

Swisslos betreibt Sporttip in den 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Wer im Vertragsgebiet wohnt, kann sich online registrieren (Voraussetzung: 18 Jahre, Wohnsitz, keine Spielsperre), Ausweis uploaden, Verlustlimiten setzen, loslegen. Sporttip verlangt vor jeder Wette eine aktive Bestätigung, ist im Markt für kleinere Einsätze ausgelegt (Mindesteinsatz CHF 1) und zieht bei Gewinnen keine Schweizer Wettsteuer ab, weil es keine gibt. Die Marge pro Markt liegt im oberen einstelligen Prozentbereich – höher als bei grossen internationalen Anbietern, niedriger als bei asiatischen Marktneulingen.

Stärken liegen im Schweizer Regulierungsrahmen: Spielsperre wirkt auch bei den Casinos, Verlustlimiten sind obligatorisch vor erster Wette, Zahlung an eigenes Konto ist garantiert (Art. 50 Abs. 2 VGS). Wer mit diesen Bedingungen lebt, ist hier am richtigen Ort. Wer ein tieferes Wettangebot mit Handicap-Linien pro Spiel, Livewetten auf alle Spiele parallel und Quotenboosts sucht, wie sie grosse internationale Buchmacher zeigen, wird nicht bedient – das Angebot ist umfangreich, aber nicht so granular wie bei einem grossen EU-Anbieter.

Das Werturteil ist für die Mehrheit der Sporttip-Kunden klar: Wer im Deutschschweizer Vertragsgebiet lebt, Geld auf ein sicheres Schweizer Konto auszahlen will und Tennis als eines von mehreren Sportereignissen spielt, hat keine wirkliche Alternative. Wer seinen Buchmacher nach Margin auswählt, kann Schweizer Wetten nicht mit ausländischen Margen direkt vergleichen, weil die meisten Schweizer Wetten auf den Gespa-konformen Markt fallen, nicht auf den freien Markt.

Loterie Romande Jouez Sport – das Pendant für die Romandie

Jouez Sport ist die Sportwett-Marke der Loterie Romande, ansässig in Lausanne, und betreut die sechs Westschweizer Kantone. Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder im Wallis wohnt, kann sich dort registrieren, Ausweis uploaden, Verlustlimiten setzen. Das Angebot umfasst Tenniswetten auf Grand-Slam-Turniere, andere internationale Tennis-Events soweit auf der Gespa-Liste, Fussball, Eishockey und weitere Sportarten. Das Produkt ist in Französisch und Englisch verfügbar.

Die Loterie Romande hat 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie und 221 Mitarbeitende, ist also nicht nur Online-Plattform, sondern auch im Detailhandel präsent. Wer Tickets traditionell an der Verkaufsstelle kauft, kann auch auf Sporttip-Pendants im Laden setzen. Online-Registrierung funktioniert genauso wie bei Sporttip: 18 Jahre, Identifikation, Limitensetzung, dann Wette.

Werturteil: Wer in der Romandie lebt, hat ebenfalls keine sinnvolle Alternative zur Loterie Romande, wenn er eine Schweizer Bewilligung will. Die Mechanik ist identisch zu Sporttip (Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette); wer zwischen den beiden Marken vergleicht, vergleicht Details des Angebots, nicht die Bewilligungslage.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo – acht Namen, die im Werbemarkt rund um Sportveranstaltungen auftauchen und in der Schweiz keine Bewilligung haben. Sie operieren mit Lizenzen aus anderen Rechtsräumen (Curaçao, Malta, Anjouan, Philippinen – was bei jeder Marke konkret ausgewiesen ist, ist Sache der Marke selbst) und akzeptieren Schweizer Spielende, falls diese ein Konto eröffnen.

Wer in der Schweiz eine ausländische Marke nutzt, hat drei handfeste Nachteile: Die Seite ist nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, man kann sich also nicht für alle Anbieter gleichzeitig selbst sperren lassen. Die Sperrliste der Gespa kann das Domain blockieren – wer es trotzdem öffnet, ist nicht strafbar, aber die Marke ist durchsetzungsanfällig. Gewinne aus ausländischen Wetten sind in einigen Kantonen anders zu versteuern als Schweizer Gewinne.

Die Marken unterscheiden sich untereinander im Wettprogramm, in den Zahlungsmethoden, in der Margin und im Umgang mit Begrenzungen. Was sie eint, ist die fehlende Schweizer Bewilligung – sie werden deshalb in diesem Vergleich zusammengefasst behandelt. Wer in der Schweiz wettet und sich für eine ausländische Marke entscheidet, entscheidet sich bewusst gegen die Schweizer Regulierung. Das ist keine Frage von «besser» oder «schlechter», sondern von bewusster Wahl.

Wer passt zu wem?

Die zwei bewilligten Veranstalter bedienen unterschiedliche Gebiete; wer zu welchem gehört, ist per Wohnsitz definiert. Wer in der Deutschschweiz wohnt, landet bei Swisslos Sporttip; wer in der Romandie wohnt, landet bei Loterie Romande Jouez Sport. Der Tessiner wettet über Swisslos; der Genfer über die Loterie Romande. Wer in einem anderen Kanton wohnt (z. B. als Wochenaufenthalterin in einem Kanton ausserhalb des Wohnsitzes), kann sich bei beiden nicht registrieren – das ist die Kehrseite der Gebietsstruktur.

Wer jung ist, wenig setzt und mit kleinen Einsätzen experimentiert, ist mit Mindesteinsatz CHF 1 und Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette gut bedient. Wer höhere Beträge umsetzen will, muss die Systemwette-Variante nutzen (bis CHF 10’000) oder mehrere Konten eröffnen, was gegen die AGB verstösst (eine Registrierung pro Person).

Wer ein grösseres Wettangebot mit tieferer Margin und mehr Livewetten sucht, landet bei ausländischen Marken – und nimmt die fehlende Schweizer Bewilligung in Kauf. Diese Profile sind im Januar 2026 die einzige ernsthafte Alternative zur bewilligten Schweizer Variante.

Häufig gestellte Fragen

Wann fanden die Australian Open zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe?

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne. Die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt, ebenfalls im Melbourne Park. Qualifikationswoche ist jeweils die Woche vor dem Hauptfeld-Start.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber ausschliesslich bei Swisslos Sporttip (Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein) oder Loterie Romande Jouez Sport (Romandie). Ausländische Anbieter wie Rainbet oder Bahigo haben in der Schweiz keine Bewilligung; die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?

Bei den Herren wird über drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen über zwei. Im Entscheidungssatz wird ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt – nicht der übliche Tiebreak bis 7. Für Wetter heisst das: ein Satz kann 7:6 mit normalem Tiebreak oder 7:6 mit Match-Tiebreak enden, je nach Satznummer; Handicap-Wetten rechnen den Match-Tiebreak als 7:6 mit einem Spiel Vorsprung.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinnbetrag ist der Einsatz mal die Gesamtquote. Bei einer Einzelwette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 10 sind das CHF 21.00 Bruttogewinn, also CHF 11.00 Nettogewinn. Bei Kombinationswetten multiplizieren sich die Einzelquoten. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro Markt einbehält; berechnet als 1 minus Auszahlungsquote, wobei die Auszahlungsquote der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten ist.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Vor der ersten Wette setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Maximum CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000 pro Spitze). Senkung gilt sofort, Erhöhung erst nach 72 Stunden. Spielsperre ist produktbezogen selbst aktivierbar (1 bis 180 Tage bei Swisslos); unbefristete Sperre wird in das schweizweite Sperrregister eingetragen und gilt auch für Casinos.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Bund setzt den Freibetrag ab 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest; die Kantone haben eigene, meist tiefere Schwellen. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. «Je nach Kanton» heisst: die zu beachtende Schwelle richtet sich nach dem Wohnsitzkanton und kann deutlich tiefer liegen als die Bundesschwelle.

Was darf gewettet werden?

Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Tennismärkte auf Grand-Slam-Turniere sind enthalten; Qualifikationsrunden nur, soweit sie in der Liste stehen, Damen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind. Ecken-, Karten- oder andere Mikromärkte, wie sie bei internationalen Anbietern üblich sind, fehlen auf der Liste – genauso wie eine Esports-Sektion. Wer ein Live-Kartenbild erwartet, wie es bei ausländischen Anbietern teils angeboten wird, sucht vergebens.

Was kostet eine Auszahlung?

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, pro Wettenden nur einmal und sind in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide Mechaniken sind – wie bei ausländischen Anbietern – kein Geschenk: Sie locken in höhere Quoten, aber die Mechanik ist im Kleingedruckten limitiert, und Sporttip kann Cash-Out jederzeit ändern und muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Was passiert bei ausländischen Anbietern?

Eine ausländische Bewilligung – Malta, Curaçao, Deutschland oder jeder andere Staat – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung sind eine Straftat: bis 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt im Ernstfall keine Schweizer Anlaufstelle. Die Gespa-Sperrliste greift per DNS – wer ein blockiertes Domain öffnen will, landet auf einer Hinweisseite. Wer es trotzdem öffnet, kann es, aber die Zahlung der Gewinne liegt beim ausländischen Anbieter allein.

Erstellt vom Redaktionsteam „Wettappschweiz”.

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